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Licht im IC2

Kürzlich stand ich im Bonner Hauptbahnhof als ein neuer IC2 einfuhr. Als ich das Licht darin sah habe ich mich erschrocken. Es ist offensichtlich kaltweißes LED Licht. Ehrlich gesagt, ich hoffe niemals in Abendstunden mit einem solchen Zug fahren zu müssen. Warum macht man so etwas? Es gibt zwischenzeitlich wirklich hervorragende LED Leuchtmittel mit einem guten Farbwiedergabeindex und einem Licht, das Behaglichkeit verströmt und in dem man gerne auch ein paar Stunden sitzt. Ich kann Sie sehr gerne beraten.

Lichtfan
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Elmaran
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Das kann ich nachvollziehen, ist wirklich ein bißchen reichlich grell.

Das gilt für mich allerdings für fast alle DB Züge allgemein das sie überhaupt mit zuviel Dauer-Lichtangebot an sich ausgestattet sind ... was so im Grunde lediglich in fühen Morgenstund und abendlichen Dämmerungs Stunden wo die Pendler fahren sinnvoll sein mag, und nicht z. B. wenn ich in Urlaub gefahren bin ... selbst im ICE Götinngen - Frankfurt - Karlsruhe - Stuttgart München die Fahrgäste overnigt mit unnötig taghellem Licht konfrontiert werden.

Wie man es besser machen kann verrät der Metronom in seinen Doppelstockwagen, wo dagegen nur sporadisch Leuchten angebracht sind. Ich finde das reicht völlig aus ... wer dort dann wirklich zum lesen etwas mehr Licht benötigt kann sich ein kleines Licht dazu an jedem Platz extra einschalten.

Für mich ein Fazit:
Das Licht könnte wenn möglich ruhig gedämmt werden, und sobald ausreichend Tageshelligkeit von aussen erreicht in den Wagen auch gänzlich ausgeschaltet werden.

Hallo Lichtfan,

die richtige Beleuchtung richtet sich nach Vorgaben zum Betrieb, durch Gesetze und dem Arbeitsschutz. In verschiedenen Projekten werden auch alternative Beleuchtungen getestet. Erste Erkenntnisse sind zum Beispiel in die Beleuchtung des ICE 4 eingeflossen. Eine Änderung bei bestehenden Baureihen ist jedoch nicht so einfach. /ma

Elmaran
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Bedeutet dies dann das die DB die Vorgaben übererfüllt, oder der Metronom untererfüllt .. ?
Im letzteren ist es im vergleiche gesehen dagegen eher recht duster, jedoch im Licht angenehm.

kabo
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Das Problem ist, dass ein Reisezugwagen nicht nur Reisegelegenheit für Fahrgäste ist, sondern auch Arbeitsplatz für Zugbegleiter. D.h. die Vorschriften der Arbeitsstättenverordnung, die daran hängenden Technischen Regeln und die Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung müssen beachtet werden.

Leo
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Ich persönliche habe 2 völlig verschiedene Lichtbedürfnisse:
1. Zum Dösen/Schlafen, Rausschauen oder Handy-/Tablet-/Notebook-Nutzung: Nicht zu helles Licht, das sich möglichst nicht in der Scheibe oder dem Dsplay spiegelt.
2. Zum Lesen (auf Papier): Möglichst helles Licht, gerne auch kaltweiß zur farbgetreuen Wahrnehmung.

Einfachste Methode: Leselampen! Dann kann man selber wählen. Leider gibt es die ja bei der DB bisher nur sehr selten – sogar im ICE3 nur auf einigen Plätzen. Zum Zeitungslesen ist mir das allgemeine Licht zu dunkel. Ein Reisender packte mal als erstes eine kleine Schreibtischlampe aus; die nehme er immer mit, da er sonst bei der Funzel-Beleuchtung nicht lesen könne.
Sehr praktisch ist es auch, wenn Leselampen eine ganze Zeitung komplett ausleuchten.

Das Thema an sich ist ja schon etwas älter:
http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=237225
Für mich hört sich das ja ganz gut an:
http://www.deutschebahn.com/de/bahnwelt/start_ice4/das_pr...
Zitat: „Eine oberhalb der Sitzreihen verlaufendes LED-Lichtband erzeugt eine der Tageszeit angepasste Beleuchtung: Tagsüber wird ein helles, abends ein gedämpftes Licht eingestreut. … Der Doppelsitz hat … zwei Leselampen.“

Lichtfan
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Natürlich wäre es am besten, wenn das Licht sich automatisch anpassen würde. Was ich in dem IC2 sah war sehr kaltes Licht, vermutlich 4000 oder sogar 5000K. Das macht am Arbeitsplatz in den Mittagsstunden Sinn. Am Abend und in den Nachtstunden ist das aber ungesund, weil es den Hormonhaushalt durcheinander bringt. Da ist 2700 K (so wie früher halt die Glühbirnen) viel besser geeignet. Im Übrigen hatte ich den Eindruck, dass die Farbwiedergabe der LED Beleuchtung nicht gut war.

Das oben genannte steht aber nicht in Arbeitsschutzvorschriften (sonst müsste die eingebaute Beleuchtung eher verboten werden) - in den Vorschriften geht es um die Helligkeit. Aber auch die war in dem IC2 sicher viel höher als gefordert.

Zum Thema LED und Farbwiedergabe etc. gibt es hier einen kurzen Artikel: [Link durch DB Personenverkehr am 26.12.2016 um 11.15 Uhr entfernt]

SiggiC
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@ Lichtfan: Zunächst mal paar klare Fakten vorab: eine AG wird nie einen Auftrag an ein Kleinunternehmer vergeben. Die arbeiten ab gehobenem Mittelstand aufwärts. Also hören Sie auf zu träumen, die DBAG beraten zu können. Das kann man nur mit a) Vitamin B oder b) als Angestellter für 8,50€/Std. für eine Firma wie OSRAM, PHILIPS, TRILUX bzw. im Bahnbereich die EBEQ. Da können Sie sich gerne hinwenden, wenn Sie zum Mindestlohn als Berater arbeiten wollen. Zudem gibt es für Leuchten in Bahnen bestimmte Vorschriften, die einfache LED-Leisten nicht erfüllen. Bereits deren Zertifizierung kostet mehr als ein Kleinunternehmer im Jahr verdient!

@ Bahn: Im ICE4 gibt es (davon durfte ich mich bei meiner letzten Testfahrt-Einladung persönlich überzeugen wiederum ein nicht vom Fahrgast steuerbares Lichtband, was grell und mit 4000k nach unten abstrahlt. Lediglich das indirekte Licht wechselt wohl tagesabhängig? die Farbe zwischen 2500-6500k. Aber es gibt ein Kinderabteil, wo ein Lichtschalter eingebaut ist. FRAGE: Wieso darf eine 2.Kl. Mutti mit Billigticket nicht nur im Abteil sitzen, sondern auch das Licht ausschalten, ich als 1.Kl. BC100 Nutzer mit 7000€ allein für die Fahrkarte muss im Großraum Platz nehmen und mich tags und nachts bestrahlen lassen. Gelten hier unterschiedliche Vorschriften? Bestandsschutz kann es ja nicht sein, wieso dort (Kinderabteil 2.Kl.) ein Schalter erlaubt ist und anderswo (1.Kl. Großraum) nicht.

Hallo SiggiC,

das Abteil ist ein abgetrennter Bereich im Zug. Insofern nur Arbeitsplatz für das Bahnpersonal, wenn es dieses betritt. Ich kenne es z. B. aus den Abteilen im ICE 1, dass ein Zugbegleiter zuerst das Licht anschaltet, wenn er dieses betritt. Diese Möglichkeit lässt sich auf den Großraum nicht übertragen. /ti