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Muss ich die Fehler der deutschen Bahn Mitarbeiter bezahlen?

Zugfahrt für drei Personen auf einem Ticket gebucht. Ticket wurde auf einen der Mitfahrer gebucht. Ich hab es leider nicht pünktlich zum Bahnhof geschafft, habe aber eine Kopie des Tickets dabei.
Am Bahnschalter informiert was zu tun ist, Auskunft erhalten, dass ich wenn ich keine Ausweiskopie vom demjenigen dabei habe, auf den das Ticket läuft ich mir ein Ticket lösen muss welches ich dann allerdings zurückerstattet bekomme.
Fotos werden nicht akzeptiert wurde mir dann noch mitgeteilt, weil ich den Kollegen noch Fragen wollte ob er mir denn nicht ein Bild vom Ausweis senden kann.
Nun gut, dann muss ich halt erst Mal in Vorleistung treten und kann dann im Anschluss das Geld wieder zurückerhalten. Ich weiß es ja nicht besser, so wurde es mir jedenfalls gesagt.

Also in den Zug gesetzt und dann beim Schaffner das Ganze abermals vorgetragen, auch der meinte, es hilft alles nichts ich muss jetzt ein Ticket lösen.
Ticket gelöst.

Soviel zur Vorgeschichte. Jetzt geht die eigentliche Odysee los. Sachverhalt per E-Mail am 4. Oktober an den Kundendialog gesendet. Tage vergehen außer der automatisierten Standardmail, dass die E-Mail eingangen ist nichts erhalten.

Telefonisch bei der gebührenpflichtigen Hotline angerufen um mich zu erkundigen, wie denn der Beabeitungsstatus meines Tickets ist!? Auskunft Fehlanzeige, der Mitarbeiter teilte mir lediglich mit, dass es drei bis vier Wochen dauern kann, bevor ich eine Antwort erhalte. Nun gut, dann halt warten.

Abermals eine E-Mail hingeschrieben um trotzdem mal nachzufragen, sicher ist sicher. Die hatte ich am 10. Oktober geschrieben, auf diese E-Mail habe ich am ersten Oktober dann die Rückmeldung erhalten, dass die Anfrage weitergeleitet wurde.

Am 9. November dann abermals nachgefragt, wie denn der Status ist. Abermals die Aussage, Anfrage ist weitergeleitet, es wird bedauert dass ich noch keine Antwort erhalten habe. Vielen Dank für das Bedauern, hilft leider nicht weiter.

Tag darauf kam dann doch eine Rückmeldung, seltsamerweise vom Kundendialog, die hatten es doch weitergegeben, wieso antworten die mir denn jetzt dann wieder?
Naja gut, muss ich ja nicht verstehen. Die Antwort war dann auch etwas fragwürdig:
die teilten mir dann doch ernsthaft mit, dass ich am 5. Oktober bereits eine Antwort erhalten habe und dass keine Erstattung möglich sei.

Zitat aus der E-Mail:
"Gestatten Sie uns abschließend folgende Bemerkung: Wir haben beim Service-Team von http://www.bahn.de für Sie recherchiert. Ihnen wurde bereits am 5. Oktober 2016 mitgeteilt, dass keine Erstattung möglich ist. Das Online-Ticket mit der Nummer 1XQSML ist durch Ihren Kollegen entwertet und somit genutzt worden. Vor diesem Hintergrund ist einer Erstattung nicht möglich."

Okay, ich prüfe meine E-Mail Ordner, da ist nichts im Spam auch nicht. Auf postalischem Weg habe ich ebenfalls nichts erhalten. Also mal nachgefragt wie ich denn darüber informiert worden sein soll.

Als Antwort erhielt ich dann folgende:
Wir bedauern, dass unsere Antwort möglicherweise nicht korrekt war. Da Sie selbst die ursprüngliche Fahrkarte nicht gebucht haben, ist die Ablehnung wahrscheinlich an Ihren Mitreisenden versendet worden, der auf der Fahrkarte eingetragen war. Aber auch ein Missverständnis lässt sich hier nicht ausschließen.

Ihren Wunsch nach einem Ausgleich verstehen wir sehr gut. Uns ginge es genauso. Nach gewissenhafter Abwägung der Umstände Ihrer Situation beteiligen wir uns daher aus Kulanz gern an Ihren Kosten. Mit dieser E-Mail erhalten Sie daher einen Gutschein-Code, den Sie beim Kauf einer neuen Fahrkarte einsetzen können.

Also ganz ehrlich, ich verstehe Fehler, aber das verstehe ich wirklich nicht. Mein Mitreisender hat mich nicht informiert, der Neugierde halber werde ich das aber mal prüfen ob er per E-Mail informiert worden ist. Spielt aber letztendlich dann auch keine Rolle, ich habe den Fall gemeldet und die Antwort hätte an mich gehen müssen.

Die Kulanz, was es in meinen Augen nicht mal ist, der deutschen Bahn finde ich dann auf Grund der getätigten Aussage, dass ich es zurückerstattet bekomme doch sehr fragwürdig.

Ich habe dann nachgefragt, ob ich denn das Geld nicht gutgeschrieben bekommen kann. Fahre so selten mit der Bahn, so gut wie nie, zumindest nicht auf meine Kosten, also ist der Gutschein zum Verfallen verurteilt(sofern ich ihn dann nicht anders los werde).

Heute ruft mich dann eine Mitarbeiterin vom "Kundendialog" an, hat sich den Fall dann nochmals schildern lassen. Ich weiß auch nicht, anscheinend hatte ich mich unklar ausgedrückt oder gewisse Personen hatten Schwierigkeiten den Sachverhalt nachzuvollziehen, statt dann aber mal anzurufen oder nochmals nachzufragen wurde dann halt irgendwas irgendwie gemacht, so mein Eindruck.
Ende vom Gespräch war dann aber auch nur, mehr als der Gutschein ist nicht drin. Wozu der Anruf, jetzt ganz am Ende wo der Fall ja eh fast schon abgeschlossen ist? Hätte ich mir früher gewünscht, hätte gegenbenfalls alles etwas vereinfacht.

Die Abläufe bei der Bahn will ich nicht sehen und nicht verstehen, die wirken auf mich als Aussenstehender, katastrophal. Ich arbeite selbst im Service, für solche Leistungen, ich spare mir meine Worte.

Verzeihung falls dem nicht so sein sollte, aber ich habe auch schon bei anderen Unternehmen den Service in Anspruch nehmen dürfen und so etwas musste ich bisher noch nicht erleben. Ich kann verstehen, dass nicht alles von heute auf morgen gelöst werden kann. Aber die Frage ist dann wie es gelöst wird und in diesem Fall nicht zu Gunsten des Kunden sondern zu Gunsten der deutschen Bahn.

Ist dass das Verständnis von Service bei der deutschen Bahn? Dann wird mir am Telefon noch was von vielen Betrugsfällen erzählt, ja entschuldigung, da kann ich doch auch nichts für aber darf es jetzt ausbaden oder wie?

Muss ich ganz ehrlich sagen ist für mich wirklich ein Trauerspiel was sich da in meinen Augen zugetragen hat, da wurde gerade so noch irgendwie die Kurve gekriegt aber naja. Die Bahn gibt mir mein Geld zumindest nicht zurück...

Ich weiß das passt hier vermutlich nicht wirklich rein, aber ein Hinweis für die anderen Reisenden, die Aussagen der Mitarbeiter der deutschen Bahn am besten schriftlich mit Unterschrift geben lassen. Dachte hier in Deutschland kann man sich auf gewisse Unternehmen verlassen, bei der deutschen Bahn ist es zumindest nicht so.

Antworten

Elmaran
Elmaran

Elmaran

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Es habe zwar nicht den kompletten Roman hier hgelesen, doch der Anfang reicht aus.

Es ist NICHT möglich via Ausweiskopie oder sonstwie ohne den der auf dessen das Ticket personalisiert ist mit dem Ticket zu reisen. In diesem Sinne warst Du eindeutig ohne gültigen Fahrausweis unterwegs.
Der Mitfahrer warst nämlich Du selbst, und dein erwähnter Mitfahrer der Hauptfahrer, somit liegt diesbezüglich auch KEIN Fehler der Bahn vor. Sondern die allgemeinen Beförderungsbedingungen.

Wen Du einfach mal die Suchfunktion bemüht hättest, gättest Du Dir hier viel Schreibarbeit ersparen können, da dieses Thema sehr sehr oft beantwortet wurde.

Elmaran
Elmaran

Elmaran

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Ich sehe es eher so, zunächst hätte das bestehende Ticket storniert werden müssen und dann neu gebucht werden müssen. Und selbst wenn der Dir den Originalausweis mitgegeben hätte, hätte das nichts genutzt.

Ich empfehle eher fürTickets mit Mitfahrern eher ein Ticket in einem Reisezentrum oder einer DB Agentur zu erwerben, die sind dann nicht personalisiert und erbringen bei Ausfall des Buchenden dann auch kein Problem.

Ich kann z. B. die Aussage bezüglich des DB Mitarbeiters im Reisezentrum NICHT nachvollziehen, gut der wird eben nicht zwingend in allen Bedingungen bei online Tickets auskennen und hat dir so eben nicht gerade genau geantwortet.

Copy Ausschnitt:
" Am Bahnschalter informiert was zu tun ist, Auskunft erhalten, dass ich wenn ich keine Ausweiskopie vom demjenigen dabei habe, auf den das Ticket läuft ich mir ein Ticket lösen muss welches ich dann allerdings zurückerstattet bekomme. "

Rückerstattung für online Tickets läuft über Stornierung !
Ab ersten Geltungstag bei Flextickets 17,50 Gebühr, bei Sparpreis dann schon gar nichts mehr.

Vielen Dank für deine Antwort, das werde ich für die Zukunft berücksichtigen.

Ging auch einfach nochmal darum mir den Frust von der Seele zu schreiben.

Rückerstattung für online Tickets läuft über Stornierung !
Ab ersten Geltungstag bei Flextickets 17,50 Gebühr, bei Sparpreis dann schon gar nichts mehr.

Es war kein Online Ticket.

DB
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Team

Hallo Nobody,

dass der ganze Vorgang einen schlechten Beigeschmack hinterlässt, kann ich sehr gut verstehen. Grundsätzlich können Sie aber nicht mit einem Ticket, das auf einen anderen ausgestellt ist, reisen, sofern dieser nicht dabei ist. Da hilft es auch nicht, wenn Sie eine Ausweiskopie der betreffenden Person dabei haben.

Bei einer Mehrpersonenfahrkarte ist es kein Problem, wenn Reisende später zu- oder früher aussteigen. Der Inhaber der Fahrkarte - also der Reisende, auf den sie ausgestellt ist - muss aber die komplette Fahrt dabei sein. Wenn Sie also einen Teil ohne den Hauptreisenden zurücklegen, benötigen Sie dafür eine eigene Fahrkarte.

Es tut mir leid, dass es hier zu falschen Informationen kam und dass auch die Bearbeitung im Nachgang scheinbar ziemlich konfus verlief. /ti

Blender28
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Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass der Inhaber der Fahrkarte diese benutzt hat und theoretisch beliebige zwei Personen mitnehmen konnte. Sie schreiben selbst, dass die Fahrkarte entwertet wurde. Hinterher ist es auch nicht mehr nachvollziehbar, ob und wer mit ihm zusammen gereist ist. So gesehen ist es schon in Ordnung, dass die Bahn sich dennoch an ihren Kosten beteiligen will und Ihnen einen Gutschein zukommen lässt. Diesen können sie aber auch an Familie, Bekannte, Freunde, Kollegen, etc. weitergeben.

Brigite
Brigite

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Wenn ich die Antworten hier lese, sträuben sich mir die Haare, wie hier über Stornierungsformalitäten referiert wird.
Der Kernpunkt ist ganz einfach, dass Nobody sich auf die Auskunft eines Bahnmitarbeiters verlassen hat und die Bahn jetzt nix davon wissen will. Ich darf doch wohl davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter im Reisezentrum weiß wovon er spricht.
Falls Nobody eine Ausweiskopie des Buchenden mitgeführt hätte, hätte sie nach Auskunft des Mitarbeiters fahren dürfen und hätte dies wahrscheinlich auch getan.
Glück gehabt, denn im Zug wäre sie dann als Schwarzfahrer angesehen worden.
Das ist auch ein Grund, warum ich die Hotline nicht anrufe. Leider muss man sich alles schriftlich bestätigen lassen.