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DB Navigator: Anschluss wird ggf nicht erreicht - Zugbindung?

Liebes DB Team,

Ich habe eine Frage zu den Angaben im DB Navigator. Wenn ich dort mein Ticket geladen habe und im Reiseplan kurz vor Abfahrt die Meldung lese "Anschluss kann ggf nicht erreicht werden", bedeutet das, dass dann die Zugbindung aufgehoben ist? Ich bin mir unsicher was ich in einem solchen Fall tun muss, da das Personal im Zug bzw vor Ort oft andere Angaben hat als die im Navigator dargestellten.

Beim letzten mal sagte der Schaffner dass ich den Zug erst tatsächlich am Umsteigeort verpassen muss damit die Zugbindung aufgehoben ist. Lieber würde ich jedoch eine alternative Verbindung wählen wenn laut DB Navigator der Anschluss nicht erreicht wird.

Leider weiss ich nicht wie verbindlich die Angaben im DB Navigator sind. Ich hoffe Sie können mir dies beantworten.

Viele Grüße!

Kapi1904
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Elmaran
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Na sicher mußt Du den Zug am Umsteigebahnhof erst einmal NICHT erreicht haben,
vorher besteht auf jeden Fall Zugbindung entsprechend auf dem Ticket.

Gegebenen Falles bedeutet auch nur gegebenen Falles, und ist ersichtlich KEINE verbindliche Verspätung.

Um zuvor schon eine Zugbindung aufheben lassen zu können, muß schon ein Zug gänzlich ausfallen, oder irgendwo auf der Strecke ein Schienenersatzverkehr in Erscheinung treten der dich dann ersichtlich später als 20 Min. am Zielort ankommen lässt.

Hallo Kapi1904,

Sie können einen anderen Zug nutzen, wenn Sie den Anschlusszug wegen der Zugverspätung verpasst haben oder wenn am Bahnhof klar ist, dass Sie mit mindestens 20 Minuten Verspätung am Zielbahnhof ankommen. Aufgrund der Info, dass er ggf. nicht erreicht wird, können Sie nicht einfach in einen anderen Zug steigen. In dem Fall gehen Sie bitte vorher in ein DB Reisezentrum und fragen Sie die Kollegen, ob diese die Zugbindung wegen dieser Meldung aufheben können. /ni

Kapi1904
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Leider ist an meinem Abfahrtsbahnhof kein Reisezentrum. Die Frage ist dann ob man bei 10 Minuten Umsteigezeit noch in eine 13 Minuten verspätete S Bahn steigen muss oder lieber direkt anders fährt. Die Verbindung könnte ja rein theoretisch noch aufgeholt werden.

Wenn es bekannt ist, dass sich die S-Bahn verspätet, empfehle ich, eine frühere zu nutzen, um den Fernverkehrszug auch zu erreichen. Die Zugbindung wird erst automatisch aufgehoben, wenn Sie den Anschlusszug verpassen. /ni

Kapi1904
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Danke für Ihre Antwort. Dann weiss ich schonmal bescheid. Da ich diese Verbindung oft nutze möchte ich nicht jedes mal 20 min früher losfahren. Bisher ging es immer gut, war aber ein paar mal knapp. Daher wollte ich mich vorab erkundingen was ich tun kann. Es ist leider immer schwierig die Richtlinien genau zu verstehen. Es heisst ja immer bei einer "vorraussichtlichen Verspätung von 20 min am Zielort". Für mich ist ein vorraussichtliches Verpassen des Anschlusses auch schon genau das, denn dadurch verspäte ich mich ja vorraussichtlich um mehr als 20 min

Leo
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Wenn der Termin wichtig ist: Früher im NV losfahren (ohne Zugbindung) oder 1 Fern-Verbindung vorher buchen. Ansonsten: Ggf 25% Erstattung kassieren.
Nach meiner leidvollen Erfahrung wird eine TOTSICHERE Verspätung wegen Bauarbeiten nicht aufgehoben, auch wenn der DB-Navigator schon STUNDEN vorher mitteilt, der Anschluss könne nicht erreicht werden. Argument am Service-Point/DB-Information/(aktueller Name?). „Noch ist der Zug ja pünktlich!“ Auch dann keine Gnade, wenn BEI BUCHUNG die verspätungsträchtigen Bauarbeiten noch unbekannt waren…
In diesem Fall „konnte der Anschlußzug leider nicht mehr warten“, nicht einmal die knappe halbe Minute, bis zu der ich angespurtet kam. Die lächerlichen 25% von 21,75€ wogen den Ärger natürlich nicht auf…

Kapi1904
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Diesmal wäre es beinahe wirklich schiefgegangen. Der ICE hat keine Sekunde auf die verspätete S Bahn gewartet wobei ich mir eigentlich sicher bin, dass der Fahrplan darauf abgestimmt ist. Habe mich extra in den vorderdersten Abschnitt gesetzt (Kopfbahnhof), sodass ich zum ICE nur ein paar Meter hatte. Als die Türen der S Bahn aufgingen hörte ich schon die Pfeife. Nur da ich wie ein Irrer zur letzen offenen Tür des ICEs gesprintet bin habe ich es vermutlich als einziger geschafft. Schade dass man in so einem Fall nichteinmal ein paar Sekunden wartet. Und dann soll man sich noch im Reisezentrum die Zugbindung aufheben lassen und verliert weitere Zeit. Daher nochmal eine Frage an Bahn. Kann man sich die Verspätung auch in einem anderen Reisezentrum als am Umstiegsort bestätigen lassen? Dann bleibe ich nämlich in der S- Bahn sitzen und fahre direkt wieder zurück.

Hallo Kapi1904, ja, Sie können sich die Zugbindung in jedem DB Reisezentrum aufheben lassen. Leider ist es nicht immer möglich, einen Zug warten zu lassen, da sich das dann auf den gesamten Nachfolgeverkehr auswirken kann. Eine Übersicht haben die Kollegen von der Verkehrs- bzw. Transportleitung. Die Kollegen entscheiden auch, ob es möglich ist, den Zug warten zu lassen. Wie bereits mehrfach empfohlen wurde, ist es ratsam, im Nahverkehr einen Zug früher zu nehmen, sodass Sie auch den zuggebundenden Zug erreichen. Viele Grüße /an

Leo
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Im Gegensatz zu ÖBB und SBB wird bei der DB immer aufgrund der Standard-Umstiegszeit von z.B. 10 Minuten in München zwischen S-Bahn tief und Ferngleis gewartet, so dass es auch Lahme mit Gepäck sicher schaffen können – oder eben gar nicht. 2-Min-Sprintern mit wenig Gepäck wird jetzt sogar noch vermehrt (im Rahmen der Aktion „pünktliche Abfahrt“ (wie vielen aneren AUS DB-GRÜNDEN verspäteten Reisende die mitfahren wollten)“ die Tür Sekunden vorher zugeknallt und der Zug vor der Abfahrt zur Häme und Verarschung (sorry, DER DB-ZUG hatte Verspätung, nicht die rein privat bummelnden Fahrgäste!!!) noch 1 Minute zur Ansicht präsentiert.
Bei der ÖBB und SBB gibt es zwar eine auf der normalen Umstiegszeit basierende prognostizierte Abfahrtszeit, aber ein durch die Durchsage „Bitte rasch umsteigen!“ forciertes KÜRZERES Warten als normal im Rahmen der Standard-Umsteigszeit. Die Zugbegleiter des wartenden Zuges checken dann unten im Tunnel, ob nicht doch noch ein altes Mütterchen mit Gepäck oder aus sonstigen Gründen Langsame angehechelt kommen und warten NUR BEI BEDARF noch länger – eben nach Augenmaß und nicht nach Schema F!
Bei der DB wartet man eben meist gar nicht – oder wenn ausnahmsweise doch, dann die vollen 10 Minuten der Normal-Umstiegszeit, auch wenn nach 2 Minuten schon alle „rasch umsteigenden“ (gemäß SBB/ÖBB-Aufforderung) an Bord sind.
In der Praxis warten DB-Züge dann leider eher gar nicht und fahren rennenden Umsteigern dann vor der Nase davon – oder lassen sie neuerdings im Rahmen der pünktlichen Abfahrt dann auch noch eine Gedenkminute vor dem dank geschlossener Türen unerreichbaren Anschlußzug in Gedenken an die neue heilige Kuh „Pünktliche Abfahrt“ verharren.
So vertreibt man Kunden ins Auto! Einige meiner ehemaligen Kollegen schafften sich nach solchen REGELMÄSSIGEN Erfahrungen sogar erst mal ein Auto an. Heute wird in ihrem Beispiel zwar eher gewartet (BOB/Meridian also nicht mehr Kleinkrieg BOB mit DB-Regio) die ehemaligen Kollegen fahren NACH der Anschaffung unter Betrachtung der rein variablen Kosten aber natürlich weiterhin mit dem Auto…