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Warum wird die Gültigkeit internationaler Fahrkarten weiter gekürzt?

Liebes DB-Team,
zum Fahrplanwechsel sollen durch die DB verkaufte internationale Fahrkarten nur noch 4 Tage gültig sein - egal ob einfache Fahrt oder hin und zurück. Ursprünglich waren internationale Fahrkarten mal 2 Monate gültig, dann 1 Monat, zuletzt 15 Tage und nun eben 4 Tage.
Ist damit nun das Ende der Fahnenstange erreicht? Was verspricht man sich seitens der DB von dieser Maßnahme?
Es gibt nicht nur Geschäftsreisende von Köln nach Brüssel oder von München nach Wien, sondern auch Kunden, die auf weiteren Strecken, insbesondere in Richtung Osten, die bisherige Flexibilität geschätzt haben. Offensichtlich ist so etwas aber nicht mehr gewünscht. Dann kann man künftig auch gleich den Billigflieger nehmen!
LG

THD86
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Antworten

Ich verstehe nicht, ein Billigflieger- Ticket gilt noch nicht mal 4 Tage, geschweige denn 15 Tage. Ausserdem gilt im internationalen Verkehr nicht der DB-Tarif, sondern der gemeinsame Tarif der europäischen Bahnen.

THD86
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@ Blender28: Dafür ist der Billigflieger schneller und womöglich preislich nicht mehr unattraktiver. Im Übrigen war nirgendwo in meiner Frage die Rede vom "DB-Tarif"! Die DB wird als größte europäische Bahn sicherlich einen Standpunkt zu den von mir benannten Punkten haben.

DB
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Team

Hallo THD86,

wie Blender28 schon richtig schrieb, handelt es sich hier um einen gemeinsamen Tarif der betreffenden Eisenbahnunternehmen. Es müssen alle zustimmen, bis ein Ticket zu bestimmten Konditionen angeboten werden kann. Aus welchem Grund es hier eine Änderung gab, ist mir nicht bekannt und wird auch nicht öffentlich bekannt gegeben. /ni

Elmaran
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4 Tage Gültigkeit sollten doch massig ausreichen um in Europa selbst bei 3 x 1 Zwischenübernachtung überall hinzukommen. Zum Beispiel Flensburg - Lissabon gerade mal 37:21 Stund Reisezeit mit RE, IC, THA, TGV, HOT. Ich könnte mir allerdings als Grund unter anderem diverse Mißbräuche bei zu langer Gültigkeit vorstellen.

Leo
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Bei mir ist auch oft der Weg das Ziel; nach Narva (Estland) brauchte ich daher über 2 Wochen – mit dem Auto! Das nehme ich im Sommer ganz gerne, da man flexibel beim Sightseeing ist und günstiger abseits der großen Städte übernachten kann.
Auch für den Weg nach Frederikshavn im Norden Dänemarks brauchte ich mit Zug 1 ganze Woche, bevor es mit Billig-Fähre und Billig-Einzelkarten der SJ/NSB in Richtung Skandinavien weiterging.
Interrail wird zum gemütlichen Reisen angesichts langfristig notwendiger Reservierungen und immer happigerer Zuschläge/„Reservierungsgebühren“ ja leider auch immer uninteressanter.
Bisher war ich in Skandinavien (außer Dänemark) immer mit der Bahn oder dem Flieger – aber wie ich jetzt feststellte, ist die Fähre Sassnitz(Mukran)-Trelleborg auch mit Auto und längerem „Aufenthalt“ in Schweden/Nowegen im Mai/Juni doch recht günstig…
Schade, dass sich die Bahn (allgemein, nicht nur die DB) immer unattraktiver macht: Abschaffung des Nachtzugs nach Kopenhagen, wenige überfüllte/reservierungspflichtige Kürzest-ICEs (und keine Sparpreise nach Schweden über Flensburg / Großer Belt, zumindest vor einiger Zeit), Einstellung des (regelmäßigen) Bahnverkehrs über Gedser und Trelleborg…

Elmaran
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Nuja, das ganze nennt sich Wettbewerb und ist seitens der EU für mehr Freiheit der Bürger = mehr Freiheit in Besitz von Eisenbahnen so eingeführt worden. In diesem Sinne ist so gesehen hier die DB dies bezüglich zumal es sie International nicht allein betreffen kann der falsche Anprechpartner.

Es wäre sinnvoller gewesen die Bahnen vollständig Staatsbesitz zu belassen, sowie dann nur effizienter und Kundenorientierter zu verwalten. Das wäre nämlich auch als sogenannte Bundesbahn ohne weiteres durch Umstrukturierung und verschiedene Maßnahmen sicher kostengünstiger ebenso möglich gewesen als wenn viele Köche via verschiedene Gesellschaften herumagieren.

Selbst eine Einführung einer gemeinsamen EU Staatsbahn wäre nicht zwingend schlechter, solange keine untragbaren nationalen Benachteiligungen auftreten. Und so in dem Sinne dann die effektive Hoheit der einzelnen nationalen Bahnen in einer EU Staatsbahn dennoch zur Sicherheit geward blieben.