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Fahrgastrechte bei Nutzung von NE-Bahnen vor/nach bahn.bonus-Freifahren?

Liebes Team,
bekanntlich gelten ab morgen die bahn.bonus-Freifahrten nicht mehr bei NE-Bahnen. Diese sehr unangenehme Entscheidung führt nun zu schwierigen Fällen bei den Reiseketten, an denen NE-Bahnen beteiligt sind. Alles dreht sich um die Frage, was als REISEKETTE gewertet wird, wenn man von Ihnen dazu gezwungen wird, die Fahrkarte zu stückeln. Ich bitte Sie, jeden der u.g. Fälle einzeln zu erklären.

1.) NE-Bahn im Vorlauf hat Verspätung, erster FV-Zug gem. Zugbindung der bahn.bonus-Freifahrt wird verpasst. Ist die Zugbindung damit aufgehoben? So war es ja bisher.

2.) bahn.bonus-Freifahrt endet am angegebenen Zielbahnhof mit Verspätung, so ein fahrplanmäßiger Anschluss zu NE-Bahn verpasst wird. Nächste Fahrmöglichkeit eine Stunde später. Gelten dann FGR mit Rückerstattung für die bahn.bonus-Freifahrt? So war es bisher.

3.) Wie 2, allerdings wird am Zielbahnhof der bahn.bonus-Freifahrt der letzte Zug des Tages verpasst. Wird für diesen Fall ein Taxischein ausgegeben bzw. eine Hotelübernachtung angeboten? So war es bisher.

4.) In vielen Fällen kann für die NE-Bahn-Fahrt im Vorhinein gar kein Fahrschein gekauft werden, wenn sich die NE-Bahn-Fahrt innerhalb eines Verkehrsverbundes abspielt. An etlichen Knotenbahnhöfen sind allerdings die Umsteigezeiten von FV auf Nahverkehr gewollt sehr knapp bemessen, so dass für einen Fahrscheinkauf keine Zeit mehr bleibt. Welche Lösung schlägt die DB hier vor?

5.) Wird es (ähnlich wie beim Lidl-Ticket) eine Möglichkeit geben, den NE-Teil per Aufpreis hinzuzuzahlen, sodass wieder eine durchgehende Fahrkarte entsteht? Dies wäre wohl die beste Lösung.

6.) Wue kann in die Reiseauskunft so einstellen, dass mir ausschließlich Züge angezeigt werden, in denen die Freifahrt auch gilt? Schließlich wäre es unzweckmäßig, alle Nahverkehrszüge abzuschalten. Und einen Parameter "keine NE-Bahnen" gibt es dort nicht.

Wie Sie an den Fragen erkennen, erleidet die bahn.bonus-Freifahrt einen massiven Attraktivitätsverlust durch die Herausnahme der Gültigkeit in NE-Bahnen. Hierzu wäre es durchaus angebracht, dass Sie erläutern, was Sie zu dieser Entscheidung bewogen hat und wie Sie sich der Lösung der nun entstehenden, oben beschriebenen Probleme vorstellen.

Ommenbrenner
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Elmaran
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Zu Punkt 4
interessiert mich insbesondere auch die Antwort, da es so tatsächlich selbst bei Pünktlichkeit eines Zuges insbesondere wenn am Abend der letzte Anschluß micht mehr erreicht werden kann .. eigentlich ziemlich unzumutbar sein kann erst noch einen Lehrgang für betreffende Automaten absolvieren zu müssen um letztendlich dann zwr letztendlich Anschlußticket erworben zu haben was dann möglicher weise nach einer etwa 8 Stunden Nacht auf einem Bahnhof verbtacht dann nicht mal mehr gilt.
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Hierzu hatte ich in der Vergangenheit in anderen Fällen z. B. auch schon die Metronom und VSN Auskunfdt bemüht, doch mit einer Antwort von nur " zuvor ein Ticket kaufen zu müssen " und NICHT auf das eigentliche Problem einzugehen das es in solch Fällen bei Verspätung wo man schon froh ist überhaupt noch Anschluß erreichen zu könnewn gar nicht möglich ist zuvor ein Ticket zu erwerben, kam nie eine befriedende Antwort bei heraus.
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Wobei hier dann ja noch das Problem ist ja diese Tickets gar nicht immer im Verkehrsverbund im voraus kaufen zu können, einerseits wenn es dazu KEINE Möglichkeit vor Ort gibt .. oder z. B. eine Rückkunft noch unbestimmt ist. - In der Fläche betrifft das übrigens nicht zwingend nur Bahn-Bonus Freifahrten.

DB
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Team

Hallo Ommenbrenner,

gern möchte ich auf Ihre angesprochenen Punkte antworten.

  1. Da Sie zwei verschiedene Beförderungsverträge haben, wird die Zugbindung der bahn.bonus-Freifahrt nicht aufgehoben.
  2. Wenn die bahn.bonus-Freifahrt mit einer Verspätung von unter 60 Minuten beendet wurde, gibt es im Rahmen der Fahrgastrechte keine Erstattung.
  3. Auch hier handelt es sich um zwei verschiedene Beförderungsverträge.
  4. Viele Verkehrsverbünde bieten ebenso wie die DB die Buchung von Handy-Tickets an. Die ersten Verbünde können sogar schon über den DB Navigator gebucht werden.
  5. Aktuell gibt es keine Planungen, eine "Aufbuchung" wie beim Lidl-Ticket anzubieten.
  6. Derzeit gibt es keine Möglichkeit, nur NE-Bahnen in der Reiseauskunft abzuschalten. Sie können sich also nicht ausschließlich Verbindungen anzeigen lassen, in denen eine bahn.bonus-Freifahrt möglich ist.

Da bahn.bonus ein reines Angebot der DB ist, wird dieses nur noch für reine DB-Verbindungen angeboten. Die Hintergründe für die Beendigung der Kooperation mit den NE-Bahnen werde ich hier jedoch nicht erläutern. Die Bahn wird die Entwicklung der bahn.bonus-Prämien beobachten und auch mögliche entstehende Probleme im Blick behalten, um Maßnahmen daraus ableiten zu können. /ti

Leo
Leo

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Laut EU SOLLEN Beförderer möglichst immer durchgehende Fahrkarten erstellen.
Die EU Fahrgastrechte sind die MINIMALST-Anforderungen – es ist nicht verboten darüber hinaus gehende Kulanz walten zu lassen:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=...
Zitat: „VERORDNUNG (EG) Nr. 1371/2007 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES
vom 23. Oktober 2007
über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr

(3) Da der Fahrgast die schwächere Partei eines Beförderungsvertrags
ist, sollten seine Rechte in dieser Hinsicht
geschützt werden.

(7) Die Eisenbahnunternehmen sollten zusammenarbeiten,
um den Fahrgästen im Eisenbahnverkehr das Umsteigen
zwischen Betreibern dadurch zu erleichtern, dass — wann
immer möglich — Durchgangsfahrkarten angeboten
werden.“

Mit der Notwendigkeit, immer mehr zu splitten (NE in Freifahrt-Reisekette, 19€ Sparpreis (Aktion über 250km) nur ohne NV, 25% Rabatt auf Sparpreise mit Bahncard50 nur ohne NV, Kleinkrieg mit der SNCF Thalys gegen ICE nach Belgien…) verstößt die DB erst immer mehr gegen EU-Vorgaben – um dann forsch und stur nur die allermimalsten Fahrgastrechte zu gewähren – die aber unter der Prämisse einer immmer möglichst durchgängig zu erstellenden Fahrkarte aufgestellt wurden!
Damit verstößt die DB m.E. eindeutig gegen Punkt 7 oben!
Von dem Haupteigentümer abgesegnet, der keine weitergenden Fahrgastrechte gewährt – was die DB als Kulanz gerade in Fällen, in gegen sie gegen Punkt 7 oben verstößt, bei gutem Willen durchaus tun könnte:
http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP16/195/19525.html
Wer CO2 sparen will, sollte potentielle Bahnreisende mit solcher Sturheit nicht mutwillig in Flugzeuge, Autos und Fernbusse vertreiben!
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die DB-AGB angesichts der EU-Vorgaben höchstrichterlich gekippt würden – falls jemand die Nerven haben sollte das bis zum Ende durchukämpfen…