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Möglichkeit der Kombination von Tickets Verbundraumübergreifend?

Ich besitze eine Schülerverbundkarte des VMS und eine ermäßigte Jahreskarte des VVO. Für die verbundraumübergreifende Fahrt von Niederbobritsch nach Klingenberg-Colmnitz (Strecke Chemnitz-Dresden) mit der MRB auf dem Streckennetz der DB möchte ich mir eine Schüler-Monatskarte zulegen. Nun sagt man mir, das wäre nicht möglich. Denn es sei nicht erlaubt, sich für eine durchgehende DB-Strecke, die mehrere Verbünde durchkreuzt, die Fahrkarte aus mehreren Verbundtickets "zusammenzustückeln. Keiner kann mir aber sagen, wo das konkret niedergeschrieben ist? Wieso kann ich nicht drei aufeinanderfolgende Personentransportverträge abschließen?

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Guten Morgen SonneTimo, handelt es sich bei der Streckenangabe Chemnitz—Dresden um die komplette Strecke, die Sie fahren möchten und wo hat man Ihnen gesagt, dass dies nicht geht? /no

Diese Aussage wurde mir am Service-Schalter der MRB nach telefonischer Rücksprache in der Zentrale des VMS mitgeteilt. Die komlette Strecke wäre von Flöha Bahnhof (eigentlich Augustusburg) nach Dresden Bodenbacher Straße über Aussteigepunkt Dresden Hauptbahnhof und dortigem Wechsel in den ÖPNV des VVO.

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Danke für die Rückmeldung. Wenn ich es also richtig verstehe, haben Sie eine Schülerverbundkarte, die Sie von Flöha nach Niederbobritzsch nutzen. Ab Klingenberg-Colmnitz gilt dann Ihre ermäßigte Jahreskarte des VVO bis nach Dresden. Korrigieren Sie mich, wenn ich falsch liege. Für den Übergang vom VMS zum VVO brauchen Sie somit eine weitere Fahrkarte. Diese wollen Sie also als Zeitkarte erwerben. Leider kann ich Ihnen nicht die ganzen separaten Verbundregeln nennen, aber erst einmal vom Verständnis, bleibt ja nicht wirklich etwas anderes übrig. Hat man Ihnen denn gesagt, wie Sie sonst den Übergang zwischen diesen beiden Verkehrsverbünden bewerkstelligen sollen? Denn schließlich brauchen Sie ja irgendein Ticket. /no

a) Ja, sie haben mein Aussagen richtig verstanden und interpretiert.
b) Die Aussage im Service-Center lautet: Kaufen Sie den Doppel-Deal der MRB und streichen Sie eine VMS-Tarifzone gratis ein. D.h., ich soll die VMS-Verbundkarte komplett zurückgeben, meine Fahrstrecke so wählen, dass die meist genutzte VMS_Tarifzone Anfangsstation der Zugfahrstrecke wird. Ansonsten geht das nicht, da man Tarife (angeblich) lt. Befördrungsbedingungen der DB nicht zusammensetzen darf? Bei einer Fahrscheinkontrolle würde ein erhöhtes Beförderungsentgeld gefordert und eine Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen gestellt.!?!

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Ok, ich habe mich diesbezüglich auch noch einmal erkundigt, die für die Region zuständig sind. Er hat mir ebenfalls bestätigt, ohne zu wissen, was die MRB dazu gesagt hat, dass das Ticket so nicht ausgestellt werden kann bzw. dann keine Gültigkeit hat.
Es ist tariflich so vorgesehen, dass es bei dem Unternehmen erworben wird, der den kompletten Tarif für die Strecke anbietet. Zusätzlich hat er mir noch geraten, dass Sie aber auch bei der MRB einmal nachfragen, da wir auch auf der Strecke nicht mehr verkehren. Da Sie dies aber schon getan haben und sich die Aussage deckt, scheint dies wohl auch so zu sein. :( Ich hätte es auch nicht gedacht, aber man kann leider auch nicht alles wissen. Tut mir leid, dass ich da keine positive Info für Sie habe. /no

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.Trotz all dieser Aussagen würde ich dennoch gern wissen, wo selbiges niedergeschrieben ist. Es muss ja, wenn tariflich vorgesehen, ein Paragraf in den Beförderungsbedingungen diese definieren. Welcher ist das???

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Nach langer Suche und auch nach Rücksprache konnte ich die Angabe finden. Dies wird in den AGB vom Verbund, hier VVO, festgehalten. Seite 30 Punkt 1.(1). Dort steht: "Für Fahrten von und nach Zielen, die außerhalb des Verbundraumes liegen (verbundraumübergreifende Fahrten), gilt der jeweilige Unternehmenstarif für die gesamte Strecke. Abweichungen davon sind in den nachfolgenden Bestimmungen und in Teil D Anlage1 aufgeführt." Und bei der Regelung gilt halt die Strecke Flöha <-> Dresden. /no

Nach einer Recherche habe ich folgendes Urteil (http://www.myway.de/e.lauterbach/mvv-tip/mvv-urt.html) entdeckt, wo eine ähnliche Konstellation den typischen Fall einer Ungleichgewichtslage darstellt, welche gemäß Art. 3 GG über § 242 BGB zur Unwirksamkeit der genannten Klausel in den AGB führte.

Ich denke, dass in meinem Fall das Selbe zutrifft?

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Das kann ich nicht sagen, da ich kein Rechtsanwalt bin. Bedenken Sie aber, dass die Kollegen nach den Regelungen handeln werden. Demnach werden Sie dann wahrscheinlich eine Fahrpreisnacherhebung bekommen, so wie man Ihnen das gesagt hat. Sie können dann Widerspruch einlegen und es im Notfall mit einem Anwalt anfechten lassen, keine Frage. Ob Sie damit aber dann Erfolg haben werden, ist nicht abzusehen. Und das würde auch sicherlich viele Nerven und viel Arbeit kosten. Empfehlen kann ich es daher nicht. /no

Um Himmels Willen, das war nicht das Ansinnen meiner Frage. Dazu habe ich weder Lust noch Zeit. Ich wollte nur feststellen, dass es zu solchen Konstellationen bereits positive Entscheidungen zu Gunsten des normalen menschlichen Verstandes und Gerechtigkeitsempfinden gibt. Ich bedanke mich hiermit nochmals für Ihre aktive und informative Mitarbeit bei der Beantwortung meiner Frage.

Leo
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In ein paar Jahren gibt es eine einfache Lösung: Einfach das erste Stück (oder sogar den ganzen Weg) mit dem Auto fahren.
Danke für den Link; er betrifft mich auch (MVV-Tageskarte-XXL kombiniert mit Kurzstrecke). Im Gegensatz zum Prozess bzgl. Entwertung einer DB-VRR-Tageskarte an einem DB-AVV-Entwerter hat der MVV die Tarifbedingungen nach dem Urteil aber nicht geändert, weshalb ich ihn nach Möglichkeit boykottiere (und mein Geld dann eben meist nicht nach München trage) – sofern mir die Nachbarn nicht ihre Monatskarte ausleihen..

Hallo Leo,
ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Tarifbedingungen des MVV unverändert sind? (http://www.myway.de/e.lauterbach/mvv-tip/ und http://www.pro-bahn.de/muenchen/tarif/)

Auf dem Tarifzonenplan des VVO heißt es so schön:
"Ein Ticket. Alles fahren.
.....Wir möchten Ihnen die Nutzung des öffentlichen Verkehrs so einfach wie möglich gestalten und verbessern die Anschlüsse zwischen Bus und Bahn, sorgen für ein einheitliches Tarifsystem, verständliche Informationen und kundenfreundlichen Service."

JA, ja, alles nur leere Phrasen......

Leo
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Nein, bei dem ProBahn-Link geht es über ein weiteres Ärgernis, u.a. dem fehlenden Übergangstarif zwischen MVV und AVV(Augsburg), die sich sogar überlappen (zwischen Althegnenberg und Mammendorf): Auch wer die komplette Strecke zwischen Augsburg und München durch 2 separate MVV- und AVV-Karten abgedeckt hat, muß meist zwischen Mering und München-Pasing noch eine DB-Karte erwerben (oder einen in Alhegnenberg bzw. Mammendorf auch anhaltenden Zug nutzen): Diese 3er Kombination AVV – DB – MVV gibt es im Abo unter dem großspurigen Namen Aboplus ohne jeglichen Rabatt auf die 3 Einzelpreise und ist genau die Konstruktion, mit der Du Dich in Deinem Fall angeblich zum Schwarzfahrer machen würdest:
http://www.mvv-muenchen.de/de/tickets-preise/tickets/abon...
Es geht auch Pendler-freundlicher, z.B. in NRW:
Vom VRS gibt es in den gesamten AVV(Aachen) einen Übergagstarif. Zwischen VRR und VRS gibt es durchgehende Übergangstarife, so daß eine einzige VRS-Monatskarte zwischen Düsseldorf und Köln ausreicht – ein wirkliches Plus für den Kunden im Vergleich zu den 3 teuren Aboplus-Komponenten zwischen Augsburg und München..
Für Gelegenheitsfahrer mit Bahncard ergibt sich aber ein anderes Bild: Zwischen Düsseldorf und Köln MÜSSEN sie den teuren VRR/VRS-Übergagstarif ohne jeglichen Bahncard-Rabatt nutzen oder (zumindest auf dem Papier) mit IC oder ICE fahren; zwischen Augsburg und München erhalten sie dagegen den normalen Bahncard-Rabatt auch im Nahverkehr.