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Wird das Zahlungsentgeld bei einer Stornierung nicht erstattet?

Buchungsnr. XXXXXX

[Bearbeitet von DB Bahn am 08.08.2016 um 15.09 Uhr: Löschung der Auftragsnummer aus Datenschutzgründen]

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Wird denn dann der Erstattungsbetrag wenigstens aufs Girokonto überwiesen statt der Kreditkarte wieder gutgeschrieben - worauf die DB die Kreditkarten-Provision ja auch zurückerstattet bekommt?

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Die DB begründet das Zahlungsmittelentgelt mit den hohen Kreditkartenprovisionen bzw. „Disagiokosten“ – die ihr aber bei einer Stornierung vom Kreditkartenherausgeber erstattet werden(!!!):
https://www.bahn.de/p/view/service/buchung/zahlung/zahlun...
Zitat: „In den letzten Jahren sind die Bearbeitungsgebühren, die Kreditkartenanbieter der Deutschen Bahn in Rechnung stellen, stark gestiegen. Mittlerweile liegen diese für die DB bei einem mittleren zweistelligen Millionen-Betrag.

Deshalb werden künftig Kunden, die sich beim Kauf von Fernverkehrsprodukten für eine Zahlung mit Kreditkarte oder PayPal entscheiden, an diesen sogenannten Disagiokosten beteiligt.“
Das Zahlungsmittelentgelt kann man gemäß obiger Begründung ja noch zähneknirschend akzeptieren – den Einbehalt trotz Rückerstattung seitens des Kreditkartenanbieters im Fall einer Stornierung aber nicht; als juristischer Laie mit gesundem Menschenverstand sehe ich hier eine ungerechtfertigte Bereicherung, die mein bisheriges Bild bzgl. Fairness und Kundenfreundlichkeit leider abrundet.
Die Lufthansa erstattete mir übrigens kürzlich nach einer Stornierung wie zu erwarten den kompletten Betrag – inklusive des auch dort geforderten Zuschlags, der bei der DB „Zahlungsmittelentgelt“ heißt.

Umgekehrt werden die Bonuspunkte für Bahncard-Kreditkartenumsätze jetzt drastisch reduziert mit der Begründung der nur noch maximal 0,3% zulässigen Provision:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahn.bonus#Punkte_f.C3.BCr_...
Zitat: „Ab 1. August 2016: Pro 10 Euro Umsatz ein Prämienpunkt. Pro 5 Euro DB-Umsatz bei Bezahlung mit BahnCard-Kreditkarte zusätzlich ein Prämienpunkt. Der Grund der Anpassung sei einer EU-Verordnung[4] mit der die Kreditkartengebühren für den Händler begrenzt werden auf max. 0,3 Prozent (und dementsprechend weniger davon an den Kunden als Prämie gutgeschrieben werden kann).“
Wie passen denn 1% Zahlungsmittelentgelt zu MAXIMAL 0,3% Provision? Ergibt nach Adam Riese 0,7% extra!
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-a...

Ich werde aus Protest Bahnfahrkarten in Zukunft wohl vorerst mit meiner Amex-Karte bezahlen:
Zitat aus oben verlinktem FAZ-Artikel: „Für Kreditkartenfirmen wie American Express oder Diners wird die Neuregelung allerdings erst nach drei Jahren gelten, weil Zahlungen mit ihren Kreditkarten nur von einer Bank abgewickelt werden. „Leider bleiben einige Schlupflöcher“,…“