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Wie wird der neue Flexpreis auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt berechnet?

Auf der ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt wird seit 1.8.16 ein neuer Flexpreis angeboten, bei dem der Preis für das (eigentlich) flexible Ticket tageweise schwankt.
Bis jetzt konnte ich allerdings nur feststellen, dass das Ticket an manchen Tagen fast 4 Euro teurer ist als der Flexpreis, der bis zum 31.7.16 galt. Gibt es auch Tickets, die billiger sind als dieser alte Preis?
Und wenn nicht: Wie kommt es zu so einer Preiserhöhung mitten im Jahr?
Da bei Hin- und Rückfahrten mit Flextickets die Rückfahrt normalerweise innerhalb der 4-Wochen-Frist frei wählbar ist: Wird es da aufgrund dieses neuen Flexpreises Einschränkungen in der Flexibilität geben?

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tose25
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"Gibt es auch Tickets, die billiger sind als dieser alte Preis?"
Ja, es sind wohl 5% mehr oder 5% weniger, je nach Reisetag.
"Wie kommt es zu so einer Preiserhöhung mitten im Jahr?
Es scheint ein ganz neues Experiment des DB Bahn Managements zu sein.
"Wird es da aufgrund dieses neuen Flexpreises Einschränkungen in der Flexibilität geben?"
Das soll wer anderes beantworten.

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Ich hab mich jetzt noch nicht durch alle Tage geklickt - aber bei den Stichproben noch kein Ticket entdeckt, das billiger als 71 Euro ist. Die teure Version kostet 74,60.

Guten Abend Benutzerin und tose25. Wie es tose25 schon angedeutet hat, handelt es sich hierbei um einen neuen Test, der bis zum 30. September läuft. Mit diesem Test möchten wir Wege zu einem effizienteren und wettbewerbsfähigen Preissystem ausloten. Eine tageweise Anhebung des Flexpreises ist bei anderen Marktteilnehmern wie Busanbieter, Fluggesellschaften oder ausländischen Bahnunternehmen seit langem üblich. Wie es tose25 ebenfalls gesagt hat, erhalten einzelne Reisetage im Testzeitraum einen kleinen preislichen Aufschlag oder Abschlag. An Tagen mit einer preislichen Veränderung beträgt die Erhöhung/Reduktion ca. 5 Prozent.
Diesbezüglich gibt es kleine Änderungen bei der Nutzung. Ein Flexpreis ist dann immer noch 2 Tage gültig, die Fahrt muss aber am 1. Geltungstag angetreten werden. Die Fahrt kann dann aber, wie zuvor auch, unterbrochen werden. Bezüglich der Hin- und Rückfahrt verhält es sich so, dass es aus technischen Gründen leider nicht möglich ist, eine Hin- und Rückfahrkarte auszustellen. Es werden dann Einzelfahrkarten verkauft.

Es gibt demnach auch günstigere Tickets. Als Beispiel nehmen Sie bitte einmal den ICE am Samstag um 20.10 Uhr von Frankfurt nach Köln. Da liegt der Flexpreis bei 67,50 Euro.

Danke an tose25 für die Infos vorab. :) /no

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Heißt das, dass für alle ICE-Verbindungen von Köln, die über Frankfurt gehen (also z.B. nach München), keine Rückfahrkarten mehr gekauft werden können?

Als Vielfahrerin halte ich die Einführung eines weiteren tagesabhängigen Tarifs für eine Verschlechterung. Die ganzen Tarifunterschiede durch verschiedene Zugklassen, Streckenführungen, Sparpreise und was-was-weiß-ich sind intransparent und können einem das Bahnfahren verleiden.

Das gilt laut meinen Infos für folgende Verbindungen:

  • Frankfurt(Main) Hbf – Köln Hbf über Limburg Süd und Montabaur (Schnellfahrstrecke)
  • Hanau Hbf – Köln Hbf über Limburg Süd und Montabaur (Schnellfahrstrecke)
  • München Hbf – Nürnberg Hbf
  • München Hbf – Fürth(Bay) Hbf

Bisher ist es ja auch nur ein Test. Sollte es irgendwann einmal als Regelangebot übernommen werden, dann wird man sicher auch das technische Problem lösen, was derzeit verhindert, dass eine Hin- und Rückfahrt gebucht werden kann. Zudem muss man nach dem Test erst einmal auswerten, wie es angekommen ist. /no

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"Heißt das, dass für alle ICE-Verbindungen von Köln, die über Frankfurt gehen (also z.B. nach München), keine Rückfahrkarten mehr gekauft werden können?"
Nein, bis jetzt noch nicht. Köln-Darmstadt, Köln F Flugh oder Siegburg-Frankfurt sind auch nicht betroffen. Bei Leverkusen-Frankfurt ändern sich aber tagesabhängig die Preise, obwohl das eigentlich laut Beförderungsbedingungen nicht sein sollte. Wie weit der "Umkreis" reicht, findest du nur durch Ausprobieren heraus. Köln-München ist sicher nicht betroffen.
"Die ganzen Tarifunterschiede durch verschiedene Zugklassen, Streckenführungen, Sparpreise und was-was-weiß-ich sind intransparent und können einem das Bahnfahren verleiden."
Das ist richtig, durch dieses Experiment wird der Tarif-Dschungel wieder ein klein wenig größer. Grundsätzlich handelt es sich aber um ein politisches Problem. Wenn nur für 20% der Bevölkerung die Bahn ein wichtiges Verkehrsmittel ist, lassen sich mit einer attraktiven Bahnpolitik trotzdem keine Wahlen geweinen.

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Ihre Informationen scheinen unvollständig zu sein.
Z.B. wird auch die Strecke von Köln Messe Deutz nach Frankfurt (ohne Halte in Siegburg, Montabaur oder Limburg) mit den neuen Preisen angezeigt.