Frage beantwortet

Wieso fallen Stornogebüren für ein komplett autonomes Buchungssystem an?

Wegen der Änderung einer ID für mein App-Ticket, was wohl technisch bei der Bahn nicht umsetzbar ist, wurde ich gezwungen, gegen eine Stornogebür von 18 € mein Ticket zu stornieren und dann die gleiche Route zu einem deutlich teureren Preis mit neuer ID zu buchen.

Ich kenne andere Ticketingsysteme und weiß, dass keine Kosten für Storno anfallen, da das automatisch abläuft. Auch gilt die Ausrede nicht, das Ticket würde ja sonst entfallen. Wegen o.g. Grund muss ich ja ein neues Ticket zu einem deutlich teureren Preis buchen und bleibe obendrein auf den Stornokosten sitzen.

Ist es erklärbar, warum das Ticketing-System der Bahn zu ungunsten der Kunden so unflexibel und teuer ist?

sred
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Bertosch
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Hallo sred,

es ist natürlich einfach, erst einmal zu schimpfen und Vergleiche anzustellen, bei denen die verglichenen (hier Buchungssysteme) nicht oder nur sehr schwer vergleichbar sind.

Aber trotzdem versuche ich das mal zu erklären.

Bei der DB buchen Sie Online Ticket personalisiert, daher ist eine ID zur Kontrolle notwendig. Da Sie direkt nach der Buchung Ihre Dokument erhalten, dass Ihnen die Fahrt ermöglicht, ist es nicht möglich dies im Nachhinein zu ändern, dies ist bei vielen anderen Buchungssystemen auch der Fall.

Wenn Sie nun zu einem Flexpreis gebucht haben, können Sie selbstverständlich Ihr Ticket stornieren und brauchen auch keine Stornierungsgebühr zahlen (vor dem ersten Geltungstag), und Sie buchen einfach ein neues.
Bei einem Sparpreis ist dies anders, hier fällt die Gebühr an, ich gehe davon, dass dies bei Ihnen der Fall ist.
Bei Sparpreisen ist die Stornierungsgebühr auch eine Art Schutzmechanismus um sogenannte Hamsterkäufe zu vermeiden.

Wenn Sie also wollen, dass Sie auch bei Sparpreis Tickets unpersonalisierte Tickets erhalten wollen, so buchen Sie einfach am Automaten, am Schalter oder per Postversand.

Ansonsten kann ich nur empfehlen, wenn man mit Bedingungen einer Dienstleistung nicht einverstanden ist, diese Dienstleistung nicht in Anspruch zu nehmen.

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Bertosch
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Hallo sred,

es ist natürlich einfach, erst einmal zu schimpfen und Vergleiche anzustellen, bei denen die verglichenen (hier Buchungssysteme) nicht oder nur sehr schwer vergleichbar sind.

Aber trotzdem versuche ich das mal zu erklären.

Bei der DB buchen Sie Online Ticket personalisiert, daher ist eine ID zur Kontrolle notwendig. Da Sie direkt nach der Buchung Ihre Dokument erhalten, dass Ihnen die Fahrt ermöglicht, ist es nicht möglich dies im Nachhinein zu ändern, dies ist bei vielen anderen Buchungssystemen auch der Fall.

Wenn Sie nun zu einem Flexpreis gebucht haben, können Sie selbstverständlich Ihr Ticket stornieren und brauchen auch keine Stornierungsgebühr zahlen (vor dem ersten Geltungstag), und Sie buchen einfach ein neues.
Bei einem Sparpreis ist dies anders, hier fällt die Gebühr an, ich gehe davon, dass dies bei Ihnen der Fall ist.
Bei Sparpreisen ist die Stornierungsgebühr auch eine Art Schutzmechanismus um sogenannte Hamsterkäufe zu vermeiden.

Wenn Sie also wollen, dass Sie auch bei Sparpreis Tickets unpersonalisierte Tickets erhalten wollen, so buchen Sie einfach am Automaten, am Schalter oder per Postversand.

Ansonsten kann ich nur empfehlen, wenn man mit Bedingungen einer Dienstleistung nicht einverstanden ist, diese Dienstleistung nicht in Anspruch zu nehmen.

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Hallo Bertosch,

ich fasse mal zusammen: Es gibt keine Begründung, warum die ID vor Fahrtantritt nicht zu ändern ist, denn das Process handling funktioniert komplett digital. Aus Kundensicht braucht es kein Storno, den Kunde will Dienstleistung wahrnehmen. Das Storno wird Kunde aufgedrängt und DB verdient sehr gut an Stornokosten und erhöhten Fahrpreis.

Ansonsten vielen Dank für den Hinweis in Zukunft nicht mehr die Bahn zu nutzen. Genau diese Arroganz und Abwesenheit von Reflektionsvermögen gegenüber dem Kunden macht sich sicher bezahlt. Ihr macht es einem wirklich schwer, DB-Fan zu sein.

Guten Morgen sred, Bertosch und ds1603. Ich kann mich auch nur anschließen, dass es von Bertosch sehr gut beschrieben ist. Als kleine Ergänzung noch zu dem Thema. Ein weiterer Grund, warum nachträglich die ID-Karte nicht mehr geändert werden kann liegt daran, dass es sonst unterschiedliche Tickets geben würde, die unter einer Auftragsnummer laufen. Dies ist jedoch nicht möglich, dass es unterschiedliche Versionen vom Ticket gibt, auch wenn es nur die ID ist. Die Daten, die bei der Buchung angegeben werden, bleiben, zumindest für dieses eine gebuchte Ticket, auch fest hinterlegt. /no

Leo
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Also im Ausland (SBB, SNCF, ÖBB, Trenitalia...) geht es auch ganz unkompliziert: Name und Geburtstag werden bei der Buchung abgefragt und auf der Karte aufgedruckt. Bei der Kontrolle ist dann IRGENDEINE Lichtbild-ID vorzuzeigen.