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Wann hört dieser Spuk mit den 19 Euro-Sparpreisen endlich auf?

Laut Pressemeldung wird der Angebotszeitraum für die 19 Euro-Sparpreise für reine Fernverkehrsverbindungen erneut verlängert.

Bisher war immer, als es dieses Angebot gab, zu beobachten, dass zugleich die Kontingente bei den "normalen" Sparpreisen ab 29 Euro deutlich reduziert wurden. Wenn man auf seiner Strecke nicht durchgehend Fernverkehr fahren kann, nützen einem die 19-Euro-Sparpreise gar nichts, und weil die 29- oder 39 Euro-Sparpreise zugunsten der 19 Euro-Sparpreise gekürzt werden, wird die Fahrt dann oft doppelt so teuer wie zu Zeiten ohne diesen 19 Euro-Spuk.

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tose25
tose25

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Wann das aufhören wird, kann dir wohl keiner so genau sagen. Der Konzern DB Bahn selber plant das wohl zurzeit eher nicht. Meiner Meinung nach wird es damit erst ein Ende nehmen, wenn sich die Verkehrspolitik des Bundes ändert, z.B. indem Fernbusse eine Maut zahlen, Auto fahren teurer gemacht wird oder sich der Verkehrsminister mal um Behebung der eigentlichen Probleme des Bahnsystems kümmern (Stichwort: überlastetes Streckennetz). Das geschieht aber erst nach einem Regierungswechsel. So lange es so weiter geht wie jetzt, könnte ich mir eher vorstellen, dass irgendwann alle Sparpreise vom Nahverkehr ausgeschlossen werden.

Leo
Leo

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Leider bemüht sich die DB nur um die in den Fernbus abgewanderten Kunden – und nicht um die schon früher ins Auto vergraulten:
Ich bin von zu Hause in 5 Minuten auf der Autobahn, zahle mit meinem alten Auto ca. 0,10€/km reine Betriebskosten, kann mit dem Auto am Ziel günstige Campingplätze oder billigere abgelegene Hotels aufsuchen und bin am Ziel für Ausflüge flexibel und spare Geld in sündhaft teuren Verkehrsverbünden wie VRR/VRS. (Es gab da mal vor vielen Jahren eine Tourenkarte, das motivierte zur Anreise mit der Bahn…) Mit der Verteuerung der normalen Sparpreise wird das Auto für mich nun noch attraktiver. Der Zug zur nächsten Großstadt fährt de facto nur im Stundentakt und ist bei Einzelfahrten horrend teuer, dank Verkehrsverbund auch mit Tricks ohne nennenswerten Bahncardrabatt.
Im Winter fahre ich zwar nicht so gern mit dem Auto, aber wenn ich wegen der Pingeligkeit bei den Fahrgastrechten demnächst die Fahrkarten mangels akzeptabler Sparpreie stückeln und daher viel Puffer beim Umsteigen einkalkulieren muß, kann ich ab der nächsten Großstadt auch gleich den meist noch billigeren Fernbus nehmen!
Früher gab es 3 Monate vorher die günstigsten Preise – jetzt nicht mehr.
Ach ja: Es gibt auch Leute, die bei zu hohen Preisen im Winter noch die Option haben, GAR NICHT zu fahren…

ds1603
ds1603

ds1603

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Ich kann diesen Fernbusvergleich nicht mehr hören. Ich vergleicht einen kleinen Bus mit einem Busfahrer und wenn überhaupt einem Begleiter und rund 70 Sitzplätzen für ein paar 100.000 € mit einem ICE mit zig Personal, Trassen die instandgehalten werden müssen, bei den Straßen tuts das Land, und und und? Dieser Vergleich zeugt einfach nur von typischem Bahn Bashing und ist mittlerweile typisch Deutsch

Leo
Leo

Leo

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Also ich kann das ganze Elfenbeinturm-Gejaule nicht mehr hören:
1 Fahrer im Zug für Hunderte Passagiere => Lohn dividiert durch Hunderte Passagiere = vernachlässigbar – im Fernbus: nicht vernachlässigbar – im Auto: ziemlicher Stress für den Reisenden, der selber fahren muss (aber gefühlt deutlich weniger stressig als das ständige Bangen und Rennen um Anschlüsse…)
Trassenpreise: Bitte nicht den Kunden bashen, dem die Fahrpreise zu teuer sind, sondern DB Netz, die die Trassenpreise kassieren, bzw. mittelbar den Bund, der zu wenig Geld zur Instandhaltung bereitstellt – und auch sonst bitte WIRTSCHAFTLICH handeln: Nicht immer mehr unsinnige Tunnel (Ismaning, evtl. Wolfratshausen…) aus politischen Gründen und sonst viel Geld für wenig Nutzen verbraten, was sich im Endeffekt wohl in extrem euren Trassenpreisen niederschlagen dürfte: Politisch motivierte Streckenführung NBS Köln-Frankfurt, Stuttgart21 (Gegenbeispiel: Durchmesserline Zürich, fast der gleiche Nutzen bei viel geringen Kosten, ich hätte aber eher Bad Cannstatt Ost analog zu Kassel-Wilhelmshöhe gebaut), 2. Stammstrecke München…
Ob der Bus oder der ICE in der Anschaffung PRO REISENDEM teurer ist, kann ich nicht beurteilen; bei meinem alten Auto fällt jedenfalls keine Abschreibung an, außerdem sind das eh Fixkosten, die auch bei Nicht-Nutzung entstehen.
IHR KAPIERT ES NICHT: EURE POTENTIELLEN KUNDEN SIND MILLONEN AUTOFAHRER – und nicht die vergleichsweise noch wenigen aber immer mehr werdenden Fernbusfahrer!
Übrigens ICH sitze nicht auf dem hohen Roß, sondern schaue über meinen Tellerrand hinaus und kenne Bahnfahren aus vielen Ländern aus praktischer Erfahrung. Besonders zur Nachahmung zu empfehlen : Japan, auch einige Shinkansen-Strecken GEMEINSAM mit Regionalzügen wie z.B. nach Akita…
Vielleicht fragen die sich so empört Gebasht-Fühlenden einfach mal im eigenen Bekanntenkreis nach, wer warum oder warum nicht mit der Bahn fährt – zum normalen Preis natürlich, nicht zum Mitarbeiter- oder Familien-Sonderpreis mit besonders kulanten Regelungen, deren Erwähnung hier unerwünscht ist (wie mehrere Monate Gültigkeit, Reise-Datum von Hand einzutragen, bei Vergessen nur Ermahnung, keine Fahrpreisnacherhebung mit anschließendem Kampf mit dem Textbaustein-Automat).