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Nutzen der bahn.bonus-Plastikkarte?

Ich bin bahn.bonus-Kunde und habe auf dem Hinweg eine persönliche bahn.bonus-Freifahrt (mit Online-Ticket) genossen. Identifizierungskarte ist meine Kreditkarte. Oben auf dem Freifahrt-Online-Ticket steht der Text: "Gilt mit BC/BCB/BBC/COMF.KARTE". Da meine bahn.bonus-Karte aber nicht in der Bahn-App abrufbar ist und ich die Plastikkarte zudem auf die Schnelle auch nicht finden konnte, machte ich mir Sorgen, dass die Freifahrt ohne diese Karte bei der Kontrolle vielleicht nicht anerkannt wird, im Zug wurde aber nicht danach gefragt. Vielleicht sollte man trotzdem diesen verwirrenden und irreführenden Text vom Ticket runternehmen. Zudem empfinde ich die Plastikkarte als unnötigen Balast und "Stressfaktor", wobei mir überhaupt nicht einleutet was man damit überhaupt soll. Bei der Online-Buchung von Tickets wird die bahn.bonus-Nummer schließlich automatisch berücksichtigt.

Zurück gefahren bin ich dann mit einem Sparpreis-OnlineTicket. Dabei bin ich am Abfahrtsort dann versehentlich schwarz gefahren, denn die beim Hinweg noch gewährte "+City" Option fehlte bei der kostenpflichtigen Rückfahrt plötzlich, was mir aber erst im Nachhinein auffiel. Zum Glück wurde ich nicht kontrolliert.

Was mich ebenfalls irritiert hat war, dass ich lediglich das Rückfahrticket in die Bahn-App reinladen konnte, die kostenfreie Hinfahrt aber nicht. Ich konnte zum Glück noch einen Drucker auftreiben, empfinde das aber als insgesamt ziemlich inkonsistent, wenn die App streikt mit der Begründung, dass das Ticket ja kostenlos war.

LarsW
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Antworten

Hallo LarsW,

dass Mitführen der entsprechenden BahnCard bzw. bahn.bonus Card gilt zur Kontrolle, da die Prämie nicht übertragbar ist. Die BahnCard-Nummer auf der Prämie wird in der Regel mit der auf der Karte verglichen. In diesem Fall hatten Sie Glück.

Die City-Ticket-Funktion erhalten Sie nur bei einem Kauf einer Fahrkarte mit BahnCard-Rabatt und wenn die Strecke über 100 km beträgt.

Nicht alle Angebote, die online buchbar sind, können als Handy-Ticket genutzt werden. Generell müssen Prämien in ausgedruckter Form vorliegen. Hier haben Sie nur die Möglichkeit, die Buchungsbestätigung, die Sie per E-Mail erhalten haben, vorzuzeigen. /an

Blender28
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Guten Morgen, den "irreführenden" Text kann man schon deshalb nicht entfernen, weil die Bonus-Freifahrt nur mit den genannten Karten gültig ist. Allerdings wird es nicht so genau kontrolliert. Die Bahn ist in diesem Punkt sehr kulant. Die gute Nachricht ist, daß Sie sich nicht mit der Plastikkarte belasten müssen, wenn Sie Fahrkarten ausschließlich online kaufen und darüberhinaus nicht bei anderen Bonuspartnern sammeln möchten. Es gibt aber noch viele Fahrgäste, die ihre Tickets am Schalter, Automat oder im Zug kaufen. Deshalb wird es auch die Plastikkarte noch eine Weile geben. Die kostenlose "City"-Nutzung gibt es nur zur Bonus-Freifahrt oder für Bahncard-Kunden. Daher konnten Sie nicht davon profitieren. Ausserdem gibt es Freifahrten nicht als Handyticket. Sie müssen immer noch ausgedruckt werden.

LarsW
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Danke für die Erklärungen. Ich habe nachfolgend nochmal meine Verbesserungsvorschläge zusammen gefasst.

Wenn es strategisches Ziel des Konzerns ist, dass die Bahn-App Papier ersetzen soll, dann sollte dieses Prinzip in der Praxis streng umgesetzt werden. Das Vertrauen der User in die App kann auch dadurch gestärkt werden, dass nicht unmittelbar einleuchtende Ticket-Ausschlüsse nach und nach abgebaut werden.

Die bahn.bonus-Plastikkarte sollte optional gemacht und bei der Bestellung darauf hingewiesen werden in welchen Fällen sie überhaupt benötigt wird. Dasselbe gilt im übrigen auch dür die BC-Plastikkarte.

Der Bestellprozess für Freifahrten sollte das komfortable kostenpflichtige Zubuchen einer Rückfahrt erlauben UND der Nutzer dabei auf Unterschiede hingewiesen werden, etwa ein "asymmetrisches City-Ticket". Sich nur darauf zu verlassen, dass dem Fahrgast das schon irgendwie selbst auffällt ist zu kurz gedacht.

Welche Karten der Fahrgast mitzuführen hat lässt sich auf dem Online-Ticket und vor allem auch in der App nicht immer leicht erkennen. Die daraus entstehende Unsicherheit geht zwar nicht grundsätzlich zu Lasten des Fahrgasts, muss aber auch eigentlich nicht sein.

Die Integration von Bahncards und Bonuscards in die App ist für meine Begriffe mangelhaft. Ein Experte für Usability sollte die Anzahl Bedienschritte genau anschauen, die bei der Kontrolle im Zug notwendig sind, um vom Ticket auf die elektronische Rabattkarte zu wechseln. Dass sich manche Karten nicht integrieren lassen oder das Vorliegen beider Vorraussetzungen (Ticket und Karte) nicht mit nur einem (temporären) QR-Code überprüft werden kann leuchtet mir nicht ein.

Wenn man verhindern will, dass personalisierte Freifahrten von Dritten genutzt werden, dann erkenne ich keine besseren Kontrollmöglichkeiten durch die bahn.bonus-Plastikkarte, da die Identifizierungskarte des Online-Tickets (bspw. ein NPA mit Foto) ohnehin schon zweifelsfrei nachweist, dass die Person auch die richtige ist, im Vergleich zu einer zusätzlichen bahn.bonus-Karte.