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Zugbindung nur bei Fernverkehr?

Hallo,

muss ich mir bei einer gebuchten ICE-Fahrt mit Sparpreis die Zugbindung auch aufheben lassen, wenn ich für die gleiche Strecke einen RE nutzen will der früher fährt?

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Tino Groß
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Guten Tag pinkerton,

da hier leider sehr fehlerhafte Antworten geliefert wurden, möchte ich nochmals klarstellen. Sofern keine durch die Deutsche Bahn AG oder eines Dritt EVUs aufgetretene Verspätung vorliegt wird die Zugbindung nicht aufgehoben. Sofern Sie aus eigenem Interesse eine andere Verbindung nutzen (egal ob gebuchte Produktklasse oder niedriger) zahlen Sie auch im RE einen Sparpreis-Zusatz sofern der Verkauf von Fahrkarten dort noch möglich ist (ist dies ausgeschlossen dann erhalten Sie eine Fahrpreisnacherhebung über den doppelten Fahrschein mindestens jedoch 60,- €). Der Sparpreis-Zusatz richtet sich in diesem Fall immer am vorliegenden Fahrschein. Sie erhalten bei einer ICE Fahrkarte also keinen Sparpreis-Zusatz für die reine Nahverkehrsstrecke. Der Grund hierfür ist, dass der Sparpreis eine Art 'Festpreis' in unterschiedlichen Gruppen ist und nicht abhängig von der Produktklasse und/oder der Entfernung ist.

Gruß, Tino!

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Dass Sie aufgrund einer persönlichen Entscheidung einen anderen (wenn auch 'niederklassigeren') Zug benutzen wollen, ist kein Grund zur Aufhebung der Zugbindung. Bei den Sparpreisen gilt das Ticket NUR für den gebuchten Zug. Leidiglich bei evtl. Verbindungen zum Fernbahnhof gibt es etwas Flexibilität.

pinkerton
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Und was passiert wenn ich den niederklassigeren Zug nutze? Welche Gebühr wird dann fällig? Im Normalfall ist dann ja der Differenzbetrag zum höherklassigem Zug zu zahlen.

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Wenn Sie den RE damit nutzen, sind Sie ein Schwarzfahrer.
Auch beim Flexticket wird Ihnen meines Wissens die Differenz zwischen gebuchtem höherklassigen und tatsächlich genutzem niederklassigen Zug nur erstattet, wenn die Bahn den Wechsel der Zugklasse zu verantworten hat (also z.B. anstelle eines ICE wird nur ein IC eingesetzt; oder niederklassiger Zug muss wegen Verspätung benutzt werden):

pinkerton
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Danke für die Antwort! Wenn das so ist, finde ich das wieder mal nicht besonders kundenfreundlich geregelt. Der Zweck der Zugbindung ist mir schon bewußt, allerdings würde man in einen solchen ja für den genutzten Zug (RE) als Kunde ja sogar mehr bezahlen.

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Die REs gehören meistens irgendwelchen regionalen Verkehrsverbünden und werden gar nicht von "der Bahn" betrieben.
Und die Sparpreise (der Bahn) gelten ja ausdrücklich nur, wenn auf der Fahrt (auch) Fernzüge benutzt werden.
Bestimmte Sparpreisangebote kann man NUR von Fernbahnhof zu Fernbahnhof buchen. Und muss dann zusehen, wo man das Ticket für die Weiterfahrt im Verkehrverbund, in dem dann meistens auch die BC nicht gilt, kaufen kann.
Ich stimme Ihnen zu: 'kundenfreundlich' ist das alles nicht.

pinkerton
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Bei Fremdanbietern kann ich dieses Vorgehen ja noch verstehen, in meinem Fall ist es allerdings eine von der DB AG betriebene Strecke (Nürnberg-Würzburg).

Kurze Antwort: Ja.
Lange Antwort: Die Festlegung beim Sparpreis ist immer einzuhalten, solange keine betrieblichen Gründe (Verspätungen, Ausfall, Fahrplanwechsel, etc) die Aufhebung der Zugbindung zulässt.
Es ist hierbei nicht die Zugkategorie (ICE/IC/RE) festgelegt, sondern ein einzelner, spezifischer Zug. Dass also der anderweitig verkehrende Nahverkehr langsamer, günstiger oder auf andere Art gefühlt "weniger" Wertigkeit als der ICE aufweist, ist dabei irrelevant.
Wenn Sie mit einer zuggebundenen ICE-Fahrkarte in einem parallel verkehrenden Nahverkehrszug kontrolliert werden, wäre das, wie 'Benutzerin' bereits schrieb, rein tariflich das "Fahren ohne gültigen Fahrausweis" und würde mit den normalen 60€ Gebühr einher gehen.

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Woraus schließen Sie, dass die Bahn dort auch für die Regionalzüge zuständig ist?

Ich hatte neulich ein interessantes Telefonat mit der bahn.comfort-Hotline, als ich in einem kurz nach der Abfahrt liegengebliebenen (Zubringer-)Zug saß, auf dem DB Regio stand und musste mich belehren lassen, dass völlig wurscht ist, was auf dem Zug steht - die Bahn wär für diese Verbindung nicht zuständig.

pinkerton
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Ich ging bisher davon aus, dass privatbetriebene Bahnen auch als solche zu erkennen sind. Mir wäre auch neu das RE-Züge nicht direkt von der betrieben werden. Auch das Personal in diesen Zügen ist mit der Dienstkleidung der DB ausgestattet. Und spätestens an der gewohnt unfreundlichen Art des Zugpersonals weiß man, dass man mit der "echten" DB unterwegs ist.

Tino Groß
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Guten Tag pinkerton,

da hier leider sehr fehlerhafte Antworten geliefert wurden, möchte ich nochmals klarstellen. Sofern keine durch die Deutsche Bahn AG oder eines Dritt EVUs aufgetretene Verspätung vorliegt wird die Zugbindung nicht aufgehoben. Sofern Sie aus eigenem Interesse eine andere Verbindung nutzen (egal ob gebuchte Produktklasse oder niedriger) zahlen Sie auch im RE einen Sparpreis-Zusatz sofern der Verkauf von Fahrkarten dort noch möglich ist (ist dies ausgeschlossen dann erhalten Sie eine Fahrpreisnacherhebung über den doppelten Fahrschein mindestens jedoch 60,- €). Der Sparpreis-Zusatz richtet sich in diesem Fall immer am vorliegenden Fahrschein. Sie erhalten bei einer ICE Fahrkarte also keinen Sparpreis-Zusatz für die reine Nahverkehrsstrecke. Der Grund hierfür ist, dass der Sparpreis eine Art 'Festpreis' in unterschiedlichen Gruppen ist und nicht abhängig von der Produktklasse und/oder der Entfernung ist.

Gruß, Tino!

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Ich finde die ausgewählte Antwort ziemlich kompliziert.

https://www.bahn.de/p/view/buchung/onlineticket/erstattun...
** Sollten Sie Ihre Reisepläne geändert haben, kann die Zugbindung einer Sparpreis-Fahrkarte am Reisetag gegen ein Entgelt aufgehoben werden. Zusätzlich ist die Differenz zwischen dem Sparpreis und dem Flexpreis zu zahlen. Den Sparpreis-Zusatz können Sie an allen personenbedienten Verkaufsstellen erwerben.

Im Forum gab es dazu schonmal folgenden Beitrag:
https://community.bahn.de/questions/1037010-zugbindung-reise-aufheben
Habe ich das richtig verstanden, dass man, wenn man die Zugbindung aus Gründen, die man selbst zu vertreten hat, aufheben möchte, auf jeden Fall 17,50 Euro für ein Sparpreis-Zusatzticket bezahlen muss? Und dann ggf. noch die Differenz zum Flexpreis, der für die Strecke gilt?

Genau, wenn man die Zugbindung aufheben lassen möchte, kann man dies gegen eine Gebühr von 17,50 Euro + der Differenz von Spar- und Flexpreis tun. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Sparpreis gegen 17,50 Euro zu stornieren und dann ein neues Ticket zu erwerben. /ja