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Abfahrzeiten bei Online-Ticket-Kauf

Ich habe ein Online-Ticket gekauft. Darauf stehen die exakten Hin- und Rückfahrtzeiten. Muss ich diese Zeiten einhalten, oder kann ich z.B. auch den Zug/Bus eine Stunde später nehmen?

Antworten

Bertosch
Bertosch

Bertosch

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Hallo hew,

kommt auf das Ticket an.

Beim Flexpreis nein. Beim Sparpreis ja wenn es Fernverkehrszüge (ICE, IC, EC, usw.) sind.

DB
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Team

Hallo hew, bei einem Flexpreis sind Sie flexibel und können einen früheren oder späteren Zug nehmen. Beim Sparpreis hingegen sind Sie an die Züge gebunden. Vielen Dank für die Unterstützung Bertosch. /se

Große Vorsicht ist jedoch beim CITY-Ticket geboten, wenn man einen Tag später fahren will! Das gilt abweichend von der Bahnfahrkarte nur am ersten Geltungstag.
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Das City-Ticket ist am auf der Fahrkarte angegebenen 1. Geltungstag für die einmalige Weiterfahrt zum endgültigen Zielort sowie am "City-Rückfahrt“-Datum für die einmalige Fahrt zum Startbahnhof der Rückfahrt jeweils bis zum Betriebsschluss der lokalen Verkehrsunternehmen in der teilnehmenden Stadt, jedoch maximal bis 03:00 Uhr des Folgetags, gültig.

Quelle: https://www.bahn.de/p/view/bahncard/vorteile/cityticket.s...

bahnfan159
bahnfan159

bahnfan159

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So einfach ist es nicht:
Bei Sparpreisen im Fernverkehr ist man an die Nutzung der Fernzüge gebunden. Züge des Regionalverkehrs im Vor- oder Nachlauf kann man allerdings flexibel wählen (also z.B. mit einem früheren Zug losfahren, um einen größeren Übergang zum Fernverkehr zu haben).

Bei einigen Sonderangeboten im Nahverkehr besteht allerdings auch eine Zugbindung.

Beim Flexpreis besteht theoretisch keine Zugbindung, allerdings können andere Verbindungen aufgrund anderen Zuggattungen (z.B. ICE statt IC) oder anderer Laufwege unterschiedliche Preise haben.

Ab einer zu erwartenden Verspätung von 20 Minuten am Zielort können Sie im Rahmen der Fahrgastrechte jede Verbindung nutzen, die zu Ihrem Ziel führt. Eventuelle Zusatzkosten müssen Sie vorstrecken, können das Geld aber über das Servicecenter Fahrgastrechte zurückverlangen. Bei Länder-Tickets, Schönes-Wochenende-Ticket u.ä. ist die Nutzung von Fernverkehrszügen grundsätzlich nicht möglich.

Tino Groß
Tino Groß

Tino Groß

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Die Antwort von mahrko ist leider nicht korrekt. Das +City Ticket gilt auch am 2. Geltungstag wenn die Fahrkarte an diesem Tag genutzt wird und durch einen Zangenabdruck entwertet wurde.

Gruß, Tino!

Zu den Fahrgastrechten: gilt das auch, wenn man einen Umweg übers Ausland nehmen muss? Bzw. bei einem Auslandsticket, einen Umweg über ein weiteres Land?

Konkret hatten wir letzte Woche zwei Tickets (1 Flex, 1 Spar) Rotterdam - Nürnberg.
In Rotterdam war dann die Strecke nach Utrecht gesperrt, wo wir in den ICE umsteigen sollten. Wir konnten den ICE so nicht mehr erreichen und Nürnberg nicht mehr am gleichen Tag.

Sehr kurzfristig mussten deswegen wir entschieden, den IC nach Brüssel zu nehmen, um von dort den ICE nach Frankfurt und weiter nach Nürnberg.

Die NS sagte, für die wäre das in Ordnung, in Belgien wurden wir nicht kontrolliert.

War das jetzt nur kulant oder hatten wir einen Rechtsanspruch darauf?

Bertosch
Bertosch

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Hallo IanH,

die Fahrgastrechte gelten grundsätzlich auch im (EU-)Ausland.

Wie war denn die komplette Verbindung lt. Fahrkarte?

Wenn ich es richtig verstanden habe, sind zwei Fahrkarten für den kompletten Reiseweg eingesetzt worden?

Hier ist es dann schwieriger zu erläutern.
Wenn Sie auf der ersten Teilstrecke (mit dem Flexticket) Verspätung haben und die zweite Teilstrecke (mit Sparpreis) wegen Verspätung auf der ersten Teilstrecke nicht planmäßig wahrnehmen können, die zweite Teilstrecke von den Zigen her aber pünktlich waren, gelten die Fahrgastrechte nicht da es sich um zwei getrennte Beförderungsverträge handelt.

Nene, wir waren zu zweit, deswegen je ein Ticket für die durchgehende Strecke Rotterdam - Nürnberg.
Davon halt eines Flex, eines Sparpreis Europa.

Besonderheit war, dass wegen der Sperrung unsere selbst gewählte (aber wohl auch einzige mögliche) Alternative durch Belgien ging, was sonst ja gar nicht durchfahren worden wäre.

Bonusfrage: hätten wir auch den Thalys nach Brüssel nehmen dürfen?

DB
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Team

Hallo IanH,

grundsätzlich dürfen Sie Ihre Fahrkarte bei Anschlussverlust auch über eine andere Strecke nutzen, wenn eine Weiterfahrt auf der gebuchten Strecke nicht mehr möglich ist. Allerdings müssen Sie sich das vor Ort bestätigen lassen. Erkennt der Beförderer (z. B. NS) Ihre Fahrkarte auf der "neuen" Strecke nämlich nicht an, benötigen Sie für diese Fahrt eine neue Fahrkarte und können diese dann zusammen mit der Ursprungsfahrkarte zur Erstattung beim Servicecenter Fahrgastrechte einreichen.

Auch die Nutzung des Thalys ist unter Umständen möglich - aber nur ab dem Umsteigebahnhof, der auf Ihrer Fahrkarte vermerkt ist. Auch hierfür benötigen Sie eine Bescheinigung, welche Sie sich vor Ort holen können (HOTNAT). Liebe Grüße /jn