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Fahrkarte mit Sparpreis gebucht von A nach C über B mit 2stündiger Unterbrechung in B.

Der Zug von A ist in B verspätet. Ich erreiche zwar den gebuchten Anschlusszug nach C, kann meine Erledigungen, deretwegen ich die Unterbrechung gebucht hatte, aber vergessen. Ist die Zugbindung aufgehoben? Vielen Dank.

Montgomery
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ds1603
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Hallo, nein, die Zugbindung ist nicht automatisch aufgehoben, da Sie ihren Anschlusszug erreichen. Nur bei Nicht Erreichen wäre dem so. Nichts desto trotz kann man aber an der DB Information oder im Reisezentrum höflich fragen und den Sachverhalt erläutern. Aber nach den Beförderungsbedingungen oder Fahrgastrechten haben Sie darauf keinen Anspruch.

Montgomery
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Und wenn ich "unhöflich" frage? ;-) Im Ernst: War das jetzt eine offizielle DB-Auskunft? Die angeführte Begründung ist mir schon klar, das wurde hier ja schon gefühlte 3000x erläutert. Das bedeutete ja, dass eine Buchung mit Unterbrechung reine Glückssache ist. Denn die mache ich ja nur, weil ich bspw. etwas zu erledigen habe. Gruß Montgomery

Montgomery
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Hier gibt es in den Beförderungsbedingungen eine interessante, aber auch auslegungsbedürftige Formulierung, die auf einen solchen Fall anwendbar wäre:

"Wenn Sie durch Verschulden der DB Ihren Anschlusszug nicht erwischen oder allgemein eine Verspätung von mehr als 20 Minuten erwartet werden muss, wird die Zugbindung automatisch aufgehoben. "

Die Formulierung "allgemein eine Verspätung" bezieht sich offenbar nicht nur auf den Anschlusszug, sondern auch auf den ankommenden. Und es ist interessanterweise ein Zeitlimit von 20min. angegeben.

DB
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Es ist so wie ds1603 bereits erwähnt hat. Bei der Aufhebung der Zugbindung ist die Verspätung am Zielbahnhof maßgeblich. Wenn davon ausgegangen wird, dass der Zielbahnhof mit einer Verspätung von 20 Minuten erreicht wird, entfällt die Zugbindung. Sie können aber gerne die Situation vor Ort am Schalter erklären. Vielleicht drücken die Kollegen ein Auge zu. /ki

Montgomery
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Vielen Dank. Das bedeutet, wenn der ankommende Zug 25 min. Verspätung hat, wird die Zugbindung aufgehoben, auch wenn ich den Anschlusszug erreichen könnte?

ds1603
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Hallo, nein, das war keine offizielle DB Auskunft, ich hab das DB Logo ja nicht als Profilbild und nein das bedeutet es nicht. Die Verspätung am Zielbahnhof laut Fahrkarte muss mindestens 20 Minuten betragen, damit Sie laut EU Fahrgastrechten das Recht haben einen anderen, auch höherwertigen Zug zu benutzen. Also ergibt sich folgendes:

Zugverbindung von A nach C über B, mit Wartezeit in B von 60 Minuten (laut Fahrplan)

Zug von A nach B kommt in B mit einer Verspätung von 40 Minuten an, sie erreichen somit ohne Probleme den Zug von B nach C. Demnach: KEIN Anspruch auf die Fahrgastrechte.

Ich hab mir übrigens gerade mal die Beförderungsbedinungen angeschaut un im PDF Dokument nach "durch Verschulden" gesucht. Dort findet die Suchfunktion nichts. Auf welchen Punkt in den Beförderungsbedingungen beziehen Sie sich?

Update: Punkt 9.1.1 dort finde ich einen ähnlichen Text, dieser stimmt aber nicht mit Ihrem überein, sagt zwar etwas ähnliches aber die Wortwahl ist eine andere und in diesem Fall von wichtiger Bedeutung:
Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer
Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am
Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird,
hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit
geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der
Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum
Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt.

Dort steht nicht "allgemein" und !!!WICHTIG!!! 20 Minuten am Zielbahnhof. B ist nicht ihr Ziel!

Montgomery
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Vielen Dank ds1603. Ich bin ziemlich neu hier, aber jetzt sind mir die Regularien mit dem Logo klar geworden. Ich will jetzt nicht akademisch werden (obwohl der geschilderte Fall ein realer ist). Aber es heißt in dem von mir zitierten Text, den ich auf der DB-Seite gefunden habe ("Beförderungsbedingungen" war nicht korrekt):

".. oder allgemein eine Verspätung von mehr als 20 Minuten erwartet werden muss, wird die Zugbindung automatisch aufgehoben. "

Das ist nicht von ZIELbahnhof die Rede, sondern von "allgemein", das heißt, es kann auch der ankommende Zug in B, (abgesehen davon, dass eine Zugbindung am Zielbahnhof ohnehin nicht mehr aufgehoben zu werden braucht, weil ich ja schon am Ziel bin..) gemeint sein.
Gruß Montgomery, jetzt "Die Chefin" im ZDF, danach bin ich wieder online.. ;-))

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Guten Morgen Montgomery,

auf welcher Seite steht denn das so? Auf der Info-Seite zu den Fahrgastrechten steht eindeutig: 

"Bei einer zu erwartenden Verspätung von mindestens 20 Minuten am Zielort seiner Fahrkarte kann der Fahrgast:..."

Viele Grüße /ti

Montgomery
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Schönen guten Morgen.

"Aufhebung der Zugbindung bei Verspätung
...Wenn Sie durch Verschulden der DB Ihren Anschlusszug nicht erwischen oder allgemein eine Verspätung von mehr als 20 Minuten erwartet werden muss, wird die Zugbindung automatisch aufgehoben..."

Das ist jetzt natürlich Kümmelspalterei, ist mir schon klar. Aber Juristen neigen halt dazu.. Und dazu ist ja ein solches Forum auch da..

Gruß Montgomery

Montgomery
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Vielen Dank, ich habe das einmal an die Redaktion weitergegeben, damit die FAQ genauer formuliert wird. /ti