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Recht auf Nutzung einer höherwertigen Zuggattung bei bauarbeitenbedingtem Zugausfall

Von Donnerstag, 28. April, bis Donnerstag, 9. Juni, hält der IC 30 (=IC 2216; 7.37 Uhr ab Stuttgart Hbf), aufgrund von Bauarbeiten nicht in Vaihingen/Enz (nachzuprüfen unter http://bauarbeiten.bahn.de/baden-w). Mit diesem Zug gelange ich, Inhaber einer Jahreskarte für die IC/EC-Relation zwischen Vaihingen/Enz, unter der Woche regulär morgens von Vaihingen/Enz nach Mannheim (reguläre Abfahrt in Vaihingen 7:55, Ankunft in Mannheim 8:37). Alle anderen Verbindungen bereits ab 7:30 sind signifikant mehr als 20 Minuten später in Mannheim. Bin ich dann nach Maßgabe der Fahrgastrechte (Stichwort "Weiterfahrt mit einem anderen Zug") berechtigt, OHNE AUFPREIS (also OHNE ICE-ZUSCHLAG) eine Verbindung über Stuttgart mit ICE zwischen Stuttgart und Mannheim zu nutzen (IRE Vaihingen/Enz - Stuttgart ab 8:07; ICE Stuttgart-Mannheim ab 8:40)? Leider haben verschiedene ICE-Mitarbeiter hier verschiedene Auffassungen; auch im Mannheimer Reisecentrum keine klaren Auskünfte.

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Hallo Vaihinger, es gilt ebenso für Sie als IC/EC-Zeitkarten-Inhaber, wenn die prognostizierte Ankunft mehr als 20 Minuten am Zielbahnhof beträgt, können Sie auch höherwertige Züge mit Umweg nutzen. /ch

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Herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Ich muss jedoch noch einmal nachfragen: Heute morgen musste ich im ICE 692 Stuttgart->Mannheim 22 Euro Aufschlag nachzahlen; die Argumentation des Zugbegleiters lief darauf hinaus, dass es sich ja nicht um einen spontanen Zugausfall, sondern eine (baustellenbedingte) mehrwöchige vorübergehende Änderung des Fahrplans handele; und ich habe ja ein IC-Jahresticket Vaihingen<->Mannheim im Abo, keine Fahrkarte für den konkret ausfallenden (nicht in Vaihingen haltenden) IC 2216. Meine sehr allgemeine Frage ist dann diese: Werden baustellenbedingte Fahrplanänderungen hinsichtlich der Fahrgastrechte genau wie spontane Zugausfälle behandelt oder hat der Zugbegleiter korrekterweise die Nachzahlung gefordert? Und muss ich bei Anwendung der 20-Minuten-Regelung der Fahrgastrechte immer im Zug nachzahlen, wenn ich einen höherwertigen Zug nutze, und muss das Geld dann wieder zurückfordern – oder darf ich einfach so mitfahren? Danke schon jetzt für Ihre Auskunft!

Guten Morgen Vaihinger, in dem Fall war dies leider nicht korrekt. Aufgrund der Bauarbeiten zwischen Mühlacker und Karlsruhe werden einige Züge ab 25. April 2016 zwischen Vaihingen(Enz) und Karlsruhe (bzw. Gegenrichtung) über Bruchsal und damit ohne Halt in Mühlacker und Pforzheim umgeleitet. Deshalb gelten alle Streckenzeitkarten der Produktklasse IC/EC zwischen Mühlacker und Karlsruhe (bzw. Gegenrichtung) auch zur Fahrt über Vaihingen - Bruchsal. Eine Entschädigung können Sie bei unserem Kundendialog beantragen: http://www.bahn.de/FV-Kontakt-DBBahn. Wenn es baubedingte Fahrplanänderungen gibt, gibt es oft eine Sonderregelung, wie ich oben bereits geschrieben habe. Ansonsten gelten natürlich Ihre Fahrgastrechte. Wenn Sie ab 20 Minuten Verspätung einen höherwertigen Zug nutzen möchten,, müssen Sie den Aufpreis erst bezahlen und können danach eine Erstattung des Aufpreises durch das Servicecenter Fahrgastrechte beantragen. /ar

Hallo Christian, hallo Ariane,

ich muss Euch da etwas widersprechen was den Bezug zur Veröffentlichung dieser Baumaßnahmen betrifft. Für das Zugbegleitpersonal sind alle aktuellen Freigaben von Zügen in der internen Vertriebsinfo enthalten. Dies ist für den IC 2216 nicht der Fall. Schaut man in den RIS Communicator nach ist ein Haltausfall natürlich nicht enthalten da dies ja 'planmäßig' ist und kein außerplanmäßiger Ausfall. Als Zugbegleiter kann man auch nicht sämtliche Informationen durchwelzen um den eigentlichen und korrekten Zugverlauf herauszufinden. Aufgrund dieser Tatsache war eine Nachzahlung für die Produktklasse und den Umweg zunächst korrekt. Der Fahrgast hat trotz alledem das Recht die Kosten über das Servicecenter Fahrgastrechte wieder einzufordern.

Gruß, Tino!

Hallo Tino, vielen Dank für den Hinweis und die kleine Aufklärung. Dann hast du natürlich Recht und die Erstattung erfolgt über das Servicecenter Fahrgastrechte. /ar