Frage beantwortet

Erstattung bei 55 min Verspätung?

Hallo,

ich habe am Freitag eine längere Zugreise unternommen, bei der ich durch eine Verspätung meinen Anschlusszug verpasst habe. Ich bin im Endeffekt mit 55 min Verspätung an meinem Zielbahnhof angekommen. Laut bahn.de gibt es eine Entschädigung ja erst ab 60 min - lohnt sich Ihrer Erfahrung nach der Aufwand, den Antrag auf Entschädigung dennoch zu stellen oder wird das tatsächlich minutengenau berechnet?

Vielen Dank im Voraus!

Katrin

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Hallo Katrin, die Deutsche Bahn AG hat sich mit dem Eisenbahn Bundesamt (EBA) auf eine etwas kundenfreundlichere Lösung geeinigt. Bereits ab 58 min. Verspätung am Zielbahnhof lohnt sich die Ersattung mittels Fahrgastrechteformular. Bitte haben Sie Verständnis dass es weitere Korrekturen nach unten nicht geben kann, da der nächste Kunde dann bereits eine Entschädigung ab 54 min. erhalten möchte. Sie haben jedoch darüber hinaus jederzeit die Möglichkeit die Kollegen des DB Kundendialogs zu kontaktieren und ihre Situation zu schildern.
Gruß, Tino!

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Hallo Katrin, die Deutsche Bahn AG hat sich mit dem Eisenbahn Bundesamt (EBA) auf eine etwas kundenfreundlichere Lösung geeinigt. Bereits ab 58 min. Verspätung am Zielbahnhof lohnt sich die Ersattung mittels Fahrgastrechteformular. Bitte haben Sie Verständnis dass es weitere Korrekturen nach unten nicht geben kann, da der nächste Kunde dann bereits eine Entschädigung ab 54 min. erhalten möchte. Sie haben jedoch darüber hinaus jederzeit die Möglichkeit die Kollegen des DB Kundendialogs zu kontaktieren und ihre Situation zu schildern.
Gruß, Tino!

Leo
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Jede harte Schwelle ist ärgerlich, nicht nur bei der Frage Entschädigung ja oder nein, auch beim Parken, wenn man gerade für ein paar Minuten mehr eine volle Stunde zusätzlich bezahlen muss. In Spanien ist mir öfters minutengenaue Abrechnung beim Parken positiv aufgefallen, nun auch im recht nahen Innsbruck:
https://www.parken-innsbruck.com/de/preise/
Wer bei 55 Minuten Verspätung leer ausgeht, fühlt sich auf den Arm genommen und wird das nächste Mal evtl. nicht den Zug nehmen, wer dagegen statt 25% für eine ganze Stunde Verspätung bei 55 Minuten nur 25%*55/60=22,92% erstattet bekommt, wird wohl deutlich weniger verärgert sein als bei 0% bisher. Ähnliches gilt dann wohl bei 1:55h Verspätung: bisher 25% Erstattung, bei minutengenauer Erstattung dem Gerechtigkeitsempfinden eher entsprechende 50%*115/120=47,92%. (Die Senkung der bisher festen Schwellen um 2, 3, 5,… Minuten hilft in der Tat nicht, da der mit genau ein paar Minuten zu wenig Verspätung für die nächste Schwelle sich dann besonders ärgert.)
Ein weiteres Ärgernis sind verweigerte Fahrgastrechte bei gestückelten Fahrkarten: Als ehemaliger Besitzer einer MVV-Netz-Karte kaufte ich mir früher oft DB-Karten nur bis München, um mich dann belehren lassen zu müssen, dass die Verspätung bei Ankunft in München gemäß Beförderungsvertrag nur x (z.B. 20 Minuten) betrage und meine 60-Minütige Ankunft am Zielort in Holzkirchen gemäß 2. Beförderungsvertrag (MVV-Jahreskarte) „leider“ irrelevant sei. („Leider“ ist übrigens eine typische Bahnsprech-Floskel, die mich oft dermaßen auf die Barrikaden treibt, dass ich mich gezwungen sehe, bei meinen nächsten Reisen, „leider“ das Auto oder den Fernbus als Verkehrsmittel wählen zu müssen! Leider ergaben sich bis zum Ablauf der MVV-Karten bei den nächsten dann gebuchten Dummy-Zielen anstelle des wirklichen Ziels dann leider doch keine entschädigungsrelevanten Verspätungen.)
Ausgerechnet im vom Fernverkehr weitgehend abgekoppelten Weimar wurde ich Zeuge, wie einer Kundin die Stückelung einer 19€-nur-IC(E)-Spezialpreis-Karte und einer weiteren Karte empfohlen wurde. Wie hier im Forum schon oft erläutert, gelten dann im Verspätungsfall „leider“ keine Fahrgastrechte… Was will die DB denn: Neue Fahrgäste anlocken – und dann gleich wieder vergraulen, indem man ihnen bei erst empfohlenen gestückelte Fahrkarten die Fahrgastrechte verweigert, da man Ihnen im Verspätungsfall des einen DB-Zuges im nächsten DB-Zug dann „leider“ den dermaßen happigen Sparpreiszusatz aufbürden „muss“, dass sie sich („leider“ für die DB) dann das nächste Mal gezwungen sehen, das Auto oder den Fernbus zu nutzen? (Wie wäre es stattdessen mit mehr Kontingenten für die normalen, auch im Nahverkehr gültigen Sparpreise?)
Und auch aus einschlägigen Erfahrungen (Horror-Zugfahrt von London) und einem anderen Thread (keine Fahrgastrechte bei über Agenturen wie captaintrain.com gekaufte gestückelte DB- und SNCF-Fahrkarten) habe ich gelernt: Nach England (ICE-Brüssel/Thalys-Kleinkriegs-Strecke) und Frankreich (mit Ausnahme Alleo-Kooperationsstrecken in durchgehenden Zügen) lieber fliegen (oder Stopover am Stückelungs-Bahnhof) – da gibt es weltweit durchgehendes Ticketing – zwar Blockade bei Verspätungen, aber wenigstens kostenlose Umbuchungen bei Anschlussverlust.