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Automatische Aufhebung der Zugbindung bei 20 Minuten Verspätung?

Hallo,
ich habe zwei Fragen zur Aufhebung der Zugbindung bei einer zu erwartenden Verspätung ab 20 Minuten.

1. Muss ich mir die Aufhebung der Zugbindung immer schriftlich bestätigen lassen? Ich habe da von Zugbegleitern widersprüchliche Auskünfte erhalten. Manchmal ist es ja auch so, dass die Umstiegszeit gar nicht ausreichen würde, um eine Bestätigung vom Service-Point zu holen.

2. Angenommen ich habe keine Bestätigung der Aufhebung: Was passiert, wenn der Zug, für den die Zugbindung galt, dann schließlich doch wieder weniger als 20 Minuten Verspätung hat oder sogar wieder pünktlich wird, nachdem ich in die alternative Verbindung eingestiegen bin. Das ist jetzt kein hypothetischer Fall, sondern ist mir genau so passiert. Als ich in die von der Zugbindung abweichende Verbindung eingestiegen bin, war der Zug, für den die Zugbindung galt, mit 25 Minuten Verspätung angezeigt. Im Lauf der Zeit wurde die Verspätung immer geringer und war schließlich sogar wieder bei 0 Minuten. Ich habe in diesem Fall ja überhaupt keine Möglichkeit, dies gegenüber dem Zugbegleiter nachzuweisen.

Danke.

NRWPendler
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Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Guten Abend NRWPendler, dann möchte ich mich mal Ihrer Fragen annehmen und die hoffentlich passenden Antworten liefern. Zu Ihrer ersten Frage haben wir auf den Tickets seit dem 13.12.2015 einen zusätzlichen Hinweis angebracht. Dort ist nunmehr vermerkt worden, dass bei einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 20 min. die Zugbindung automatisch aufgehoben wird. Somit entfällt für Sie der Gang zum Zugbegleitpersonal bzw. zur DB Information. Sofern die Zeit natürlich reicht, wäre das Zugbegleitpersonal über jede schriftliche Information dankbar. Jedoch ist es dem Zugchef im Zug jederzeit möglich eine Verspätung nachzuvollziehen. Und damit kämen wir gleich zur Beantwortung der 2. Frage. Egal ob eine Verspätung kontinuierlich bleibt, abgebaut wird oder auch zusetzt, es ist über den RIS Communicator des Zugchefs jederzeit nachvollziehbar ob und wann eine Verspätung (von mehr als 20 min) bestand. In den Beförderungsbedingungen heißt es dazu auch: 'muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden dass die Verspätung am Zielbahnhof mehr als 20 min. beträgt ...' Dieses vernünftigerweise bezieht sich auf eine einmalige Verspätung von 20 min. und mehr. Der Kunde kann nicht wissen, welche betrieblichen Abläufe dazu führen können dass eine Verspätung unter Umständen abgebaut wird. Von daher ist es nicht Ihre Schuld wenn zu Beginn eine Verspätung bestand und diese auf einmal nicht mehr existiert. Eine einmal aufgehobene Zugbindung gilt für die komplette Zugfahrt bis zum Zielbahnhof.
Gruß, Tino!

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Guten Abend NRWPendler, dann möchte ich mich mal Ihrer Fragen annehmen und die hoffentlich passenden Antworten liefern. Zu Ihrer ersten Frage haben wir auf den Tickets seit dem 13.12.2015 einen zusätzlichen Hinweis angebracht. Dort ist nunmehr vermerkt worden, dass bei einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 20 min. die Zugbindung automatisch aufgehoben wird. Somit entfällt für Sie der Gang zum Zugbegleitpersonal bzw. zur DB Information. Sofern die Zeit natürlich reicht, wäre das Zugbegleitpersonal über jede schriftliche Information dankbar. Jedoch ist es dem Zugchef im Zug jederzeit möglich eine Verspätung nachzuvollziehen. Und damit kämen wir gleich zur Beantwortung der 2. Frage. Egal ob eine Verspätung kontinuierlich bleibt, abgebaut wird oder auch zusetzt, es ist über den RIS Communicator des Zugchefs jederzeit nachvollziehbar ob und wann eine Verspätung (von mehr als 20 min) bestand. In den Beförderungsbedingungen heißt es dazu auch: 'muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden dass die Verspätung am Zielbahnhof mehr als 20 min. beträgt ...' Dieses vernünftigerweise bezieht sich auf eine einmalige Verspätung von 20 min. und mehr. Der Kunde kann nicht wissen, welche betrieblichen Abläufe dazu führen können dass eine Verspätung unter Umständen abgebaut wird. Von daher ist es nicht Ihre Schuld wenn zu Beginn eine Verspätung bestand und diese auf einmal nicht mehr existiert. Eine einmal aufgehobene Zugbindung gilt für die komplette Zugfahrt bis zum Zielbahnhof.
Gruß, Tino!

hemmerling
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Anmerkung: Auf aktuellen 2016 über das offzielle Bahn.de Portal erworbenen, zum Ausdrucken bestimmten PDF-Tickets gibt es KEINEN Hinweis, dass bei einer zu erwartenden Verspätung von mehr als 20 min. die Zugbindung automatisch aufgehoben wird.

Ansonsten bemerke ich häufig eine Weigerung des Personals, die Original-Fahrkarten bezüglich der Aufhebung abzustempeln.

Beste Anlaufstelle ist nach wie vor das Info-Terminal größerer Bahnhöfe ( oder das Verkaufs-Terminal bei kleinen Bahnhöfen ).

Interessate Zusatzfrage wäre wohl noch:
Wenn Hin+Rückfahrt am gleichen Tag ist, und man einen Zugbindungs-Aufhebungs Stempel auf dem Fahrschein hat wegen Verspätung auf der Hinfahrt, gilt diese Aufhebung dann auch für die Rückfahrt :-)?!

Viele Grüße
Rolf

Guten Abend Rolf, die Zugbindung wird immer nur für eine Fahrtrichtung aufgehoben. Sollte es aufgrund einer Verspätung am Zielbahnhof nicht möglich sein die Rückfahrt am selben Tag zeitgerecht anzutreten, so lassen Sie sich dies extra auf dem Ticket von der DB Information bescheinigen.
Gruß, Tino!

hemmerling
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Ups... doch, die automatische Aufhebung steht (meist) auf der 2.PDF-Seite, die ich aus ökologischen Gründen nicht ausdrucke:

"Bei einer zu erwartenden Verspätung ab 20 Minuten am Zielbahnhof Ihrer Fahrkarte ist die Zugbindung Ihrer Fahrt ohne besondere Bescheinigung aufgehoben"

:-).. schön zu wissen.