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Warum werden drastische Verschlechterungen bei Prämien überfallsartig ohne Vorwarnung eingeführt?

Die letzte Aktion (Preiserhöhung für Freifahrt International von 3000 auf 4000 Punkte) bekam ich gerade noch rechtzeitig mit, die Abschaffung der Fahrtmöglichkeit am Vormittag des 3. Tages bei der Freifahrt Flex aber nicht. Ist es wirklich Sinn eines Kundenbindungsprogramms, Stammkunden so vor den Kopf zu stoßen? Jede Zeitung erhöht ihre Abopreise immer zum gleichen Termin mit Vorankündigung. Durch das alberne Frage- und Selbstantwortspielchen hier fühle ich mich übrigens noch mehr vera...lbert!
Sind in nächster Zeit noch weitere solcher Maßnahmen geplant?
Muss ich mir jetzt den 31.01.2017 rot im Kalender eintragen zum AGB-Checken?

Leo
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Peter
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Soweit ich weiß, wurde letztere Prämie verbessert. Durfte man nicht bislang am 2. Geltungstag nur bis 10 und jetzt ganztägig bis Betriebsschluss fahren?

Guten Abend Leo, grundsätzlich passen wir die Freifahrt Flex nur an die Angebotsbestimmungen des regulären Flexpreises an um hier eine einheitliche Regelung zu schaffen. Bisher war die Freifahrt tariflich besser gestellt als der Flexpreis. Diesen Nachteil passen wir nun an.
Gruß, Tino!

Hallo Leo,
seitdem es unser bahn.bonus-Programm gibt, gab es keine Anpassung des "Preises" bzw. der Punkte, obwohl es über die Jahre verschiedene Preismaßnahmen gab. Unsere Prämien blieben von Jahr zu Jahr stabil. Dass nach so vielen Jahren eine Anpassung erforderlich ist, versteht sich von selbst.
Bezüglich der bahn.bonus-Prämie "Flexpreis" hat Tino ja schon den richtigen Hinweis gegeben. Wir haben seit dem 1. März 2016 die Geltungsdauer dahingehend geändert, dass die jeweilige Fahrt zwei Tage gültig ist und um 3 Uhr des Folgetags beendet sein muss. Somit ist die Geltungsdauer nun mit der Regelung des „tariflichen Flexpreises“ übereinstimmend. Liebe Grüße /jn

Leo
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Gerade erst zum 01.04.2014 gab es fast-0%-Inflation zum Trotz happigste Preiserhöhungen bei vielen Prämien, z.B. bei der "Freifahrt für Dritte", die gleichzeitig auch den neuen Namen "Freifahrt Flex" erhielt, um happige 20% von 2500 auf 3000 Punkte - und bei der Freifahrt International 2. Klasse Hin- und Rückfahrt sogar um noch happigere 33,3% von 3000 auf 4000 Punkte:
http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=273799
http://www.vielfliegertreff.de/mietwagen-sonstige-verkehr...
Weitere Anpassungen zum 01.04.2014: DB-Tageskarte +25%, Mtfahrer-Freifahrt de facto +50% (Abschaffung der 2000-Punkte-Prämie, stattdessen Freifahrt Flex zu damals neu 3000 Punkten erforfderlich)...
Hallo jn, daher verstehe ich folgendes jetzt aber gar nicht: "seitdem es unser bahn.bonus-Programm gibt, gab es keine Anpassung des "Preises" bzw. der Punkte, obwohl es über die Jahre verschiedene Preismaßnahmen gab. Unsere Prämien blieben von Jahr zu Jahr stabil. Dass nach so vielen Jahren eine Anpassung erforderlich ist, versteht sich von selbst. "
Es geht mir hier nicht um die Änderung an sich, sondern um die Überfallartige Einführung ohne Vorankündigung, genau wie im ähnlichen Fall bei der Lufthansa:
http://www.stern.de/reise/service/miles---more-vielfliege...
Zitat: "Das Konto ... war durch die Änderung ... um rund 40 Prozent entwertet worden - bei der Menge an Meilen bedeutete das mehrere Intercontinentalflüge. Das Gericht bemängelte zudem, dass die Änderung zu kurzfristig bekannt gegeben wurde. Nach Auffassung der Richter hätte die Lufthansa diese Änderungen mit einer angemessenen Übergangsfrist ankündigen müssen. Tatsächlich musste man den Hinweis auf die Änderung im Internet suchen. Das Kundenmagazin berichtete kleingedruckt erst im Januar, als die neuen Regeln schon galten."
Bei mir geht es dagegen nur um den Gegenwert 3 einzelner Fahrten Holzkirchen (bei München) - Salzburg und eine gefühlte Entwertung meiner ca 9000 gesammelten Bahnbonuspunkte um 10%. Da ich die DB für genau so stur wie die Lufthansa halte, werde ich daher wohl kaum klagen oder eine Internetseite http://www.bahnbonuspunkteschwund.de analog zu http://www.meilenschwund.de einrichten - zumal ich ja weiß, wie die Sache ausging:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/lufthansa-miles-more-...
Ob der nach höchst-juristischer Logik Unterlegene nach wie vor mit der Lufthansa fliegt, wage ich aber sehr zu bezweifeln... (Auf meinen Hauptstrecken kann ich z.B. auf das Auto, NE-Bahnen wie den Meridian oder eine Reisekette BOB-Postbus-ABR ausweichen.)

Gegen die Vereinheitlichung von Tarifbestimmungen habe ich nach vielen Diskussionen gerade bei der Freifahrt Flex eigentlich überhaupt nichts - aber wie wäre es dann im Gegenzug zur eingeschränkten Leistung mit einer Reduktion des Preises von 3000 Punkten auf den alten Wert von 2500 Punkten vor dem April 2014 und außerdem zu einer Ausweitung der Sparpreis-Geltungsdauer ebenfalls auf 2 volle Tage wie beim Flexpreis?
Preiserhöhungen (auch wie hier durch weniger Leistung) im Rahmen der Inflation sind ja in der Tat früher oder später zu erwarten - aber dann bitte mit rechtzeitiger vorheriger Ankündigung und zum gleichen Termin wie die üblichen Fahrpreiserhöhungen! Oder muß ich jetzt etwa wirklich jeden MONAT statt nur zum Fahrplanwechsel die AGB checken, um solche Fallen rechtzeitig bemerken zu können?
Ich fühle mich jedenfalls genau so arglistig getäuscht wie der Kläger gegen die Lufthansa und andere Schreiber im eingangs zitierten Forum - unabahängig von Formal-juristischen Aspekten in obigem BFH-Urteil. Ist das der Sinn eines Kundenbindungsprogramms?

Hallo Leo,

natürlich hat sich meine Kollegin /jn in ihrer Antwort auf die Änderungen in 2014 bezogen. Denn diese haben Sie ja auch in Ihrem Beitrag gemeint. Und da war es wirklich so, dass bis zu diesem Zeitpunkt keine Änderungen der Konditionen und Punktebeträge erfolgt sind. Dabei hat man sich an die allgemeinen Fahrpreiserhöhungen der vorigen Jahre orientiert. Grundsätzlich erfolgte die Erhöhung des Punktebetrages vor allem bei Freifahrten ohne Zugbindung, die Ihnen aufgrund der hohen Flexibilität und Unabhängigkeit viele Vorteile bieten. Und um das Sortiment noch klarer und deutlicher zu strukturieren, wurden zum 1. April 2014 ähnliche Prämien (wie z.B. die „Freifahrt für Dritte“ und die “Mitfahrer-Freifahrt“) zu einer einzigen Prämie („Freifahrt Flex“) zusammengefasst. Diese bot noch mehr Unabhängigkeit und Flexibilität, da sie vom bahn.bonus-Teilnehmer selbst, einem Mitreisenden oder einer dritten Person allein genutzt werden kann.
Nach Auskunft meiner Kollegen vom bahn.bonus-Service wurde dies auch so in einer Punkteübersicht kommuniziert und auch im Prämienkatalog (bei Bestellung einer entsprechenden Prämie) fand man die Infos, dass bestimmte Prämien nur noch bis zum 31. März 2014 zu bestellen waren und es danach Änderungen geben würde.

Ob sich in naher oder auch ferner Zukunft hier etwas, wie von Ihnen gewünscht, ändern wird, kann ich jedoch nicht sagen.

Viele Grüße /tr

Leo
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Um die nur kurz in einem Seitenhieb (nach happigster Erhöhung per 1.4.2014 jetzt schon wieder die nächste) erwähnte Aktion per 1.4.2014 ging es mir in meinem Eingangsbeitrag überhaupt nicht, sondern um die aktuelle Maßnahme zum 1.3. 2016. Ich fasse die scheinbar mißverständliche Diskussion jetzt mal hoffentlich sachlich korrekt und unmißverständlich zusammen:
1. Normalerweise erwartet man als Bahnkunde drastische Änderungen immer zum Fahrplanwechsel am 2. Sonntag im Dezember.
2. Nach vielen Jahren stabiler Preise für die Bahnprämien WAREN diese erstmals zum 01.04.2014 ERHÖHT WORDEN. Einen deutlicher Warn-Hinweis an alle Bahnnutzer mit prall gefüllten Punktekonten HATTE es auch damals vorher nicht GEGEBEN.
3. Ich bestelle normalerweise nur ca. alle 10 Monate oder seltener eine Prämie; das WAR glücklicherweise im März 2014 der Fall GEWESEN, so dass ich die klein gedruckten Hinweise im Prämienkatalog damals vor dem Inkrafttretren zur Kenntnis GENOMMEN HATTE.
4. Ich WAR daher damals im Gegensatz zu vielen anderen glücklicherweise nicht ÜBERRUMPELT WORDEN, sondern HATTE vorher noch schnell 2 Freifahrten International Hin- und Rückfahrt bestellt. Daher richtete sich mein Beitrag auch nicht gegen die Erhöhung 2014!
5. Die "Freifahrt Flex Hin- und Rückfahrt" für 3000 Punkte HATTE es auch vor dem April 2014 schon unter dem Namen "Freifahrt für Dritte Hin- und Rückfahrt" für 2500 Punkte GEGEBEN. Da kein Nachweis verlangt worden war, dass der Nutzer nicht mit dem Besteller identisch sei oder ohne dessen Begleitung fahre, konnte sie schon immer von jedem benutzt werden. Allerdings HATTE es vor dem April 2014 auch noch die deutlich günstigere Prämie Mitfahrer-Freifahrt zu 2000 Punkten gegeben, von deren Nutzern durch die Abschaffung ab April 2014 ein 50% höherer Preis VERLANGT WORDEN WAR.
6. Mit bei mir prall gefülltem Bahnbonuskonto TRAT die aktuelle Konditionsverschlechterung bei der "Freifahrt Flex" ohne wirksame Vorwarnung am 1.3.2016 in Kraft. Da ich bisher am Morgen des 3. Tages der Rückfahrt meist noch bis Salzburg gefahren bin, bedeutet dies eine Abwertung meines Punktekontos um 10%. (Mein Gefühl der Verärgerung untermauerte ich mit dem Parralelfall bei der Lufthansa.)
7. Einer gewissen Vorahnung folgend, CHECKTE ich den Prämienkatalog Anfang März 2016 und mußte zu meinem großen Ärger feststellen, dass ich ein paar Tage zu spät KAM.
8. Ich FÜHLE mich insbesondere auch durch den unerwarteten Zeitpunkt 1. MÄRZ 2016 überrumpelt / arglistig gettäuscht - und durch die albernen Frage- und Selbstantwort-Threads HINTERHER (!!!!) noch zusätzlich auf den Arm genommen.
9. Die DB ist anscheinend der Meinung, dass gut versteckte Hinweise in den AGB und im Prämienkatalog austreichend seien, auch wenn der Kunde die nur selten liest. Sie gedenkt anscheinend auch in Zukunft nicht, diese Art der bzgl. Kundenbindung eher kontraproduktiven Überrumpelungstaktik zu ändern. (Ich bin zwar kein Jurist, wundere mich aber, in vergleichbaren Fällen von Banken, Versicherungen, usw. immer ungefragt vorher per Post informiert zu werden.)
10. Der angeblich angestrebten Vereinheitlichung der früher 3 Geltungsdauern (Sparpreis national bis 10h des 2. Tages, Flexpreis national bis 3h des 3. Tages und Freifahrt Flex bis 10h des 3. Tages) sehe ich trotzdem mit großem Interesse entgegen.
11. Nach Beendigung der gebuchten Fahrten werde ich dieses Jahr ohnehin später als sonst wieder vom Bahn- in den Autofahr-Modus wechseln. Ich hoffe dann, als Krönung der angestrebten Konditions-Vereinheitlichung spätestens in der AGB-Version per 11.12.2016 eine einheitliche Geltungsdauer bis zum 3. Tag um 3h vorzufinden - auch für nationale Sparpreise.