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Fahrgastgewichtete Verspätungsstatistik

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Verspätungsstatistiken der Deutschen Bahn sind mir bekannt. Nach meinem Verständnis orientieren sich die Prozentsätze an angefahrenen Halten. Wie würde diese Statistik aussehen, wenn die Anzahl de Fahrgäste zugrunde gelegt wird? Der Prozentwert sollte fahrgastgewichtet sein. Hintergrund ist, dass in meiner persönlichen Erfahrung, Verspätungen an beispielsweise Freitag Nachmittagen, wenn deutlich mehr Menschen unterwegs sind, wesentlich häufiger vorkommen. Ich freue mich auf Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen. .

Uvar
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XYZ
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Das wäre aber ein großer Aufwand bei jeder Fahrt die Fahrgäste zwischen jedem Halt zu zählen...

Sehr geehrter Uvar, eine Verspätungsprognose auf Grundlage der betroffenen Reisenden ist nicht möglich. Da bei vielen Angeboten keine Zugbindung bzw. Reservierungspflicht besteht, kann nicht nachvollzogen werden, wie viele Reisende letztendlich in einem Zug unterwegs sind. Mit einer Fahrkarte zum Flexpreis zum Beispiel, können Reisende eine Verbindung innerhalb der Gültigkeit frei wählen.
Für eine Auswertung der Verspätungsdaten spielen die Relationen sowie die Häufigkeit auftretender Einschränkungen eine größere Rolle.
Mit freundlichen Grüßen /ki

Uvar
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Sehr geehrtes Deutsche Bahn Team,
Ich gehe davon aus, dass Plan- und Prognosewerte für die Passagierzahlen auf den Streckenabschnitten vorliegen, da diese essentiell für eine Einsatzplanung sind. Wie würden damit die Verspätungszahlen aussehen?
Mit freundlichen Grüßen,
Uvar

Hallo Uvar, wie XYZ schon bereits genannt hat, lassen sich die Verspätungen nicht auf jeden einzelnen Fahrgast herunterbrechen, da die Daten nicht im Detail vorliegen (Flexpreis, Mitfahrer-Gutscheine, Aktionsfahrkarten ohne Zugbindung). Im Zug werden die Fahrgäste ab und an mit einem Handzähler gezählt, um zu gewährleisten, dass der Zug nicht stark überbesetzt wird. Es wäre zudem sehr aufwendig, zwischen jedem Betriebshalt die Fahrgäste zählen zu müssen. Das ist gerade auf sehr kurzen Abschnitten schlichtweg personell nicht umsetzbar. /ch

Hallo DB-Team,

es war ja gar nicht nach tatsächlichen, gezählten Fahrgästen gefragt sondern nach Plan- oder Prognosewerten. Es gibt ja zur Zugplanung (Zuganzahl, Länge) bestimmt erwartete Fahrgastzahlen.

In der Schweiz gibt es auch flexible Fahrkarten, die SBB gibt die Pünktlichkeit dennoch reisengewichetet an: http://www.sbb.ch/sbb-konzern/ueber-die-sbb/zahlen-und-fa... . Die zugrundeliegenden Daten werden dort mittels einem Nachfragemodells und hochgerechneten Stichproben-Zählungen ermittelt.

Eine reisendengewichtete Verspätungsstatistik wäre wesentlich aussagekräftiger, da eine Verspätung auf einer kaum genutzten Verbindung nicht so relevant ist wie in einem langen und vollen Zug (z.B. Freitagnachmittag). Liegen solche Statistiken wirklich nicht intern vor, bzw. sollten sie nicht im Rahmen der Qualitätsoffensive erstellt werden?

Viele Grüße
J. Kluge

JKluge, es ist dahingehend nichts geplant. Auch wenn es Änderungen bei der Berechnung der Pünktlichkeitswerte geben sollte, wird dies über die bekannten Veröffentlichungen unter bahn.de bzw. deutschebahn.com veröffentlicht. Viele Grüße /ch

Uvar
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Liebes DB Team,
ein Herunterbrechen auf den einzelnen Fahrgast ist hierfür ja gar nicht erforderlich. Wenn man mit Prognosewerten arbeitet, muss man auch nicht die Fahrgäste zählen, bzw. nicht über das bisherige Maß hinausgehend. Ich habe immer noch nicht verstanden, warum dieses Thema nicht weiterentwickelt wird, auch im Interesse der Bahn, um ihr Servicelevel zu verbessern.