Diese Frage wartet auf Beantwortung

Ist es richtig, dass die jährlichen BCard-Rechnungen seit Anfang 2015 nur noch per Mail versandt werden, wenn angegeben?

Offensichtlich und sehr zu meinem Ärger: JA, wie mir soeben eine Mitarbeiterin der Bahn bestätigte.

Dieser Umstand hat in meinem Fall dazu geführt, dass mich zwar die neue BC wie gewohnt per Post erreichte, nicht jedoch die dazugehörige Rechnung. Stattdessen erhielt ich gut 8 Wochen später Post(!) von dem beauftragten Bahn-Inkasso-Unternehmen, welches nun statt 62 EUR stolze 124 EUR fordert und sich auf keinen wirklichen Dialog einlässt.

Nun gut, könnte man meinen: Schön doof, wenn keine gültige Adresse hinterlegt ist oder die Adresse längst ihre Gültigkeit verloren hat und die Nachrichten im Nirvana landen, wie in meinem Fall. Aber wo finde ich die betreffende Adresse eigentlich? Denn es handelt sich bei dieser Mail-Adresse nicht etwa um dieselbe, die ihr auch regelmäßig für das Bahnportal, also zum Beispiel zum Buchen eurer Online-Tickets nutzt. Das hatte ich eigentlich vermutet. Nein, die E-Mail-Adresse für die sog. Bahn-Card-Services führt ein eigenes, einsames Leben. Und wer die ändern möchte, der hat es gar nicht so leicht. Und die Servicemitarbeiterin der Bahn ebenfalls nicht:

„Das machen Sie unter BahnCard-Daten ändern!“ Pustekuchen. Dort ist die Mailadresse zwar aufgeführt, nicht jedoch ein Eingabefeld zur Änderung. Schließlich finden wir gemeinsam irgendwo im Fließtext: „Die E-Mail-Adresse kann online über Meine BahnCard-Services geändert werden.“

Aha. Und wo finde ich die? Da bin ich doch schon drin? Also weitergesucht. Schließlich finde ich in der bahn.bonus-Box(!) den Verweis: „Neuigkeiten und aktuelle Angebote der Bahn per E-Mail erhalten / E-Mail-Adresse ändern“.
Na, wenn das keine eindeutige und prominente Benutzerführung ist! Geht ja nur um die Angaben für die Rechnungsstellung. Also dorthin navigiert und tatsächlich kann ich hier meine Adresse ändern. Allerdings fehlen jegliche Hinweise zu der Bedeutung dieser Adresse für die Rechnungsstellung. Auch ein zweites Eingabefeld zur Prüfung auf Tippfehler (die sich verheerend auswirken können!) fehlt.

Also, liebe Bahn, wenn ihr schon unangekündigt die Rechnungsstellung auf den E-Mail-Versand verlegt und auch keine Skrupel habt, bei dann ausbleibenden Zahlungseingängen den Inkasso-Dienst einzusetzen, anstatt einen freundlichen Brief per Post(!) an die säumigen Zahler und Kunden zu senden, dann sorgt doch wenigstens für eine schlüssige und freundliche Nutzerführung in den Online-Accounts!

Den Status Quo und auch das Vorgehen kann ich eigentlich in keiner Weise nachvollziehen und akzeptieren. Meine Frist zur Zahlung läuft in wenigen Tagen ab. Der Inkasso-Dienst hat selbstredend nur wenig Verständnis für meine Ausführungen und verweist auf Paragraphen. Ein Dialog war bislang nirgendwo möglich und niemand erklärte sich zuständig. Ist das hier anders?

Anonym
Anonym

Anonym

Ebene
0
32 / 100
Punkte

Antworten

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Guten Morgen BahnClaus, es ist richtig, dass die Rechnung für die BahnCard bevorzugt per E-Mail verschickt wird, wenn eine E-Mail-Adresse hinterlegt ist. Die hinterlegte E-Mail-Adresse kann man am besten direkt über den BahnCard-Service ändern. Eine kurze E-Mail an bahncard-service@bahn.de mit Ihren Daten und einer kurzen Info, dass Sie eine neue E-Mail-Adresse haben, reicht. Die Kollegen vom BahnCard-Service löschen die alte Adresse dann und hinterlegen die neue.
Aber man kann es auch online machen unter "BahnCard-Services". Gehen Sie dazu bitte nicht auf "BahnCard-Daten ändern", sondern rechts in der Spalte unter "bahn.bonus" auf den Punkt "E-Mail-Adresse ändern". Aber ja, ich stimme Ihnen zu, das ist wirklich etwas verwirrend.
Der Versand per E-Mail gilt übrigens nur für die Rechnung selbst. Wenn diese nicht bezahlt wird, wird nach Gültigkeitsbeginn der BahnCard eine Zahlungserinnerung verschickt, diese kommt dann mit der Post. Sollte daraufhin auch keine Zahlung nach angegebener Frist eingegangen sein, so wird eine Mahnung mit einer Mahngebühr in Höhe von 2,50 Euro versendet und eine erneute Zahlungsfrist gesetzt. Erst, wenn auf diese beiden Schreiben ebenfalls keine Zahlung erfolgt, wird die Forderung an ein Inkasso-Unternehmen abgegeben.
Ich kann natürlich sehr gut verstehen, dass Sie darüber verärgert sind. Wir können zwar Ihre Fragen beantworten, aber die Einstellung des Inkassoverfahrens ist uns nicht möglich. Tut mir leid, dass ich Ihnen keine Alternative nennen kann. /no

Anonym
Anonym

Anonym

Ebene
0
32 / 100
Punkte

Guten Morgen Norman,

vielen Dank für Deine prompte Antwort.
Es ist mir klar, dass an dieser Stelle keine Einstellung des Inkassoverfahrens erfolgen kann. Aber dann beantworte mir doch bitte noch folgende Frage: An wen kann ich mich wenden, der die Entscheidungsbefugnis hat und der sich meinen Fall einmal fernab von irgendwelchen Mahn- und Inkasso-Automatismen anschaut? Ich habe diese beiden Briefe (Erinnerung + Mahnung), von denen Du schreibst, nämlich nie erhalten. Auch das Inkasso-Unternehmen schreibt nur von der an die Mail-Adresse versandten Rechnung …

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

In erster Linie soll der Kontakt über das Inkasso-Büro erfolgen, da die Forderung abgetreten wurde. Sollte dort ein Widerspruch eingehen und eine Erklärung, warum die Forderung nicht berechtigt ist, wird diese Anfrage an die zuständigen Kollegen vom BahnCard-Service weitergeleitet, da ja das Inkassounternehmen dies nicht prüfen kann. Dort werden dann die Einwände überprüft und je nach Fall entschieden, ob die Forderung wirklich unberechtigt ist oder nicht. Danach erfolgt die Info an das Inkassounternehmen und diese antworten dann dem Kunden. Der Weg ist zwar etwas umständlich, aber besser als der Weg über den BahnCard-Service, denn die Kollegen verweisen in der Regel nur auf das bestehende Verfahren und haben selbst auch keine Entscheidungsgewalt.
Ich kann nur hoffen, dass man hier eine akzeptable Lösung finden kann, kann es aber leider auch nicht garantieren. Ich drücke zumindest ganz fest die Daumen. Viele Grüße /no

Anonym
Anonym

Anonym

Ebene
0
32 / 100
Punkte

Danke für's Daumen drücken, Norman!
Allerdings hat der Kontakt zum Inkassodienst keinen Erfolg gezeitigt, das hat mir leider auch ein eben nochmalig geführtes Telefonat bestätigt.
Ganzheitliche Fallbetrachtungen sind an dieser Stelle eines Verfahrens eben nicht mehr möglich. Auch vermeintliche Einzelfallprüfungen werden nach Schema F erledigt und eine Rücksprache mit dem Kunden findet nicht statt. Leider stellt die Bahn hier keine Ausnahme dar.

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Gerne.
Per Telefon ist es auch schwierig zu klären, da man keinen Zugriff auf die Infos vom BahnCard-Service hat. Der oben genannte Weg ist mir nur so und auch nur auf dem schriftlichen Weg bekannt. Eine andere Alternative kann ich Dir leider nicht anbieten, so leid es mir auch tut und so gerne ich auch helfen würde, dies zu klären. /no

Anonym
Anonym

Anonym

Ebene
0
32 / 100
Punkte

Eine Klärung beim BahnCard-Service hat es laut Inkassodienst bereits gegeben. Und zwar nach meiner telefonischen „Reklamation“ aus dem Oktober des letzten Jahres. Das Ergebnis hat meine Punkte tlw. aber überhaupt nicht berücksichtigt. Die Klärung hat zudem nahezu 4 Monate gedauert. Eine weitere Einspruchsmöglichkeit würde nicht bestehen, so der Inkasso-Dienst. Nun heißt es: Friss‘ oder stirb‘!
Will heißen: Kurze Wege und direkte Angebote für Klärungen/Lösungen mit Kunden sehen anders aus. Auch Großunternehmen können das schaffen, sie müssen es nur wollen. Wenn Du, Norman, die Möglichkeit hättest einzugreifen, dann hättest du das schon gemacht, da bin ich mir sicher! Weil Du erkennst, dass allein dieser Content, den wir hier erzeugen, eine große Reichweite erzielen und für das Image der Bahn wesentlich wertvoller sein wird, als 62 EUR, die ein Inkasso-Unternehmen von einem Stammkunden fordert.
Mein (nicht überheblich gemeinter) Rat an Dich und Euer Team: Kämpft darum, dass solche kundenfreundlichen Strukturen geschaffen werden! Es kann auch für Euch nicht befriedigend sein, dass ihr Euch quasi entschuldigt, keine Lösungsalternativen anbieten zu können. Von wem sollen diese Impulse innerhalb des Unternehmens denn sonst kommen, wenn nicht von Euch, die ihr im direkten Kundendialog steht?
Was glaubst Du, würde Herr Dr. Grube machen, wenn er diese Zeilen hier liest?
Anyway, ich werde den Betrag jetzt zahlen – unterm Strich bleibt es aber leider so wie es ist: Enttäuschend!

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Ok, dass wusste ich nicht, dass das Inkassounternehmen schon Kontakt mit dem BahnCard-Service hatte und es abgelehnt wurde. Ich kann dich sehr gut verstehen, dass du über diese Situation enttäuscht bist, mir würde es nicht anders ergehen.
Überheblich finde ich deinen Rat auch nicht. Man kann immer etwas verbessern oder sicher freundlicher gestalten. Wir nehmen auch viele Vorschläge auf bzw. geben auch Infos weiter. Zudem wird auch viel mitgelesen, weil es ja öffentlich ist. Und das Interesse ist groß. Das ist halt der Vorteil bei öffentlichen Kommunikationen.
Wenn immer mal wieder eine Frage besteht, kannst du dich an uns wenden. Wir versuchen dann zu helfen, sofern dies im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt.
Viele Grüße /no

Anonym
Anonym

Anonym

Ebene
0
11 / 100
Punkte

Das ist ja sehr interessant. Gerade heute flatterte mir ebenfalls ein Brief des Inkasso-Büros ins Haus. Und wie man sieht, geht es nicht nur mir so. Ich habe meine BahnCard über meine Firma bestellt. Die neue BahnCard erhielt ich irgendwann im Herbst letzten Jahres. Dass dort eine Rechnung dabei war, die überwiesen werden musste, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, ich meine aber: nein. Auch per E-Mail kann ich mich nicht erinnern, eine bekommen zu haben – ich werde jetzt erstmal versuchen rauszufinden, welche Adresse hier hinterlegt ist. Ganz sicher kann ich aber sagen, dass ich keinerlei Zahlungserinnerungen oder Mahnungen per Post oder per E-Mail bekommen habe. Was ich aber bekommen habe, ist ein Schreiben des Inkassobüros – das traf heute ein, und zwar an meiner Privatadresse.

Wer klärt diesen Sachverhalt bei der Bahn für mich auf?

DB
DB

DB

Ebene
4
5000 / 5000
Punkte
Team

Hallo AlexC, hier empfehle ich, einmal mit den Kollegen vom BahnCard-Service Kontakt aufzunehmen, um abzuklären, wohin die Rechnung, Zahlungserinnerung und die Mahnung versendet wurden. Die Kontaktdaten stehen auf der Rückseite Ihrer BahnCard. Gerade wenn eine BahnCard über den Arbeitgeber bestellt wird, ist es wichtig, hier die Adressdaten des BahnCard-Inhabers anzugeben. So ist gewährleistet, dass sämtliche Post und E-Mails auch an diesen versendet werden. Viele Grüße /tr