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Frage zum Fahrplan von ICE 1553 und RE/ABR 74001

Hallo. Ich habe eine Frage zu folgender betrieblichen Situation.

Der RE 74001 von Eisenach nach Leipzig fährt Mo-Sa um 6:47 Uhr in Eisenach ab, der ICE 1553 von Eisenach nach Dresden fährt Mo-Sa um 6:51 Uhr in Eisenach ab.

Der RE durchfährt die Halte in Schönau und Sättelstädt ohne dort zu halten und wartet anschließend im Betriebsbahnhof Sättelstädt-Mechterstädt, bis er vom ICE überholt wurde um dann seine Fahrt hinter dem ICE fortzusetzen.

Sonntags, wenn der ICE 1553 nicht fährt, ist die Abfahrt dieses RE (dann mit der Zugnummer 74003) erst um 6:50 Uhr und der Zug hält auch in Schönau und Sättelstädt. Fahrzeit ab Mechterstädt ist identisch mit der von RE 74001.

Warum fährt der Regionalexpress von Abellio 4 Minuten vor dem ICE in Eisenach ab und wartet anschließend im Betriebsbahnhof Sättelstädt-Mechterstädt auf die Überholung?

Wäre es nicht sinnvoller, dass der ICE zuerst abfährt und der RE ihm nachfolgt?

Anzumerken ist, dass beide Züge Di-Sa in Eisenach beginnen.

Gruß aus Eisenach

Antworten

Hallo Markus_415, bei der Gestaltung der Fahrpläne gibt es viele Punkte zu beachten:

  • Welche Trasse ist frei?
  • Welche Anschlüsse müssen gewährt werden?
  • Welcher Zug kann wo wie schnell fahren?
  • Wo kann ein Zug warten oder überholen?
  • Was gibt es bei der Bestellung des Aufgabenträgers zu beachten?
  • Wie viel Standzeit hat der Zug am Gleis im Bahnhof?

Dadurch entstehen allerdings auch Situationen, wie die beschriebene, die auf den ersten Blick unlogisch wirken können. Da der ICE sonntags nicht fährt, kann der RE natürlich eine andere Fahrlage benutzen, weil er den ICE nicht behindert. Bedenken Sie auch, dass die Gleise ebenso von Güterverkehren benutzt werden, die man im regulären Fahrplan nicht erkennt und die auch Streckenabschnitte belegen können. Eine längere Standzeit im Bahnhof etwa verursacht auch höhere Kosten. Auch dies spielt sicher bei der Entscheidung, dass der Zug im Betriebsbahnhof wartet, eine Rolle. /ti

Das wirkt nicht nur unlogisch, dass ist es in meinen Augen auch, da beide Züge in Eisenach beginnen und in die selbe Richtung fahren. Zudem behindert der ICE den RE und nicht umgekehrt. ;-) Wenn man mal die Fahrzeiten vergleicht, wird das deutlich:

ICE 1553
Eisenach - 6:51; Durchfahrt Wutha - 6:54; Durchfahrt Schönau - 6:56; Durchfahrt Sättelstädt - 6:57; Durchfahrt Betriebsbahnhof Sättelstädt-Mechterstädt - 6:58; Durchfahrt Mechterstädt 6:59

RE 74001 (Montag bis Samstag)
Eisenach - 6:47; Wutha - 6:51; Schönau (Durchfahrt) - 6:53; Sättelstädt (Durchfahrt) - 6:55; Betriebsbahnhof Sättelstädt-Mechterstädt - 6:57–07:01; Mechterstädt - 7:03–7:04

RE 74003 (Sonntag)
Eisenach - 6:50; Wutha - 6:54–6:55; Schönau - 6:57; Sättelstädt - 7:00; Mechterstädt - 7:03–7:04

Genau die 4 Minuten, die der RE vor dem ICE abfährt steht er anschließend wieder ab, um den ICE vorbeizulassen. Der RE könnte täglich wie Sonntags fahren und alle Halte bedienen, wenn der ICE in Eisenach vor dem RE abfahren würde, beispielsweise so:

ICE 1553
Eisenach - 6:48; Durchfahrt Wutha - 6:51; Durchfahrt Schönau - 6:53; Durchfahrt Sättelstädt - 6:54; Durchfahrt Betriebsbahnhof Sättelstädt-Mechterstädt - 6:55; Durchfahrt Mechterstädt 6:56

Das bedeutet aber nicht, dass er Eisenach trotzdem später verlassen muss. Die Triebfahrzeugführer und das Bordpersonal haben z. B. auch Dienstzeiten, die eingehalten werden müssen. Der genaue Grund, warum dies genau so geplant wurde, liegt mir nicht vor, aber vielleicht weiß dies ja jemand anderes aus der Community. /ti