Frage beantwortet

Wieso werden Verspätungen auf den Anzeigen in einem Laufband dargestellt?

Die Verspätungen der Züge werden auf den Anzeigen im Bahnhof (Bahnhofshalle, Bahnsteig) im Laufband dargestellt. Im selben Laufband gibt es aber außerdem Infos zu fehlenden Wagen (und wo sich die Reservierungen dieser Wagen finden lassen), zur Wagenreihung, Gleiswechsel u.ä.

Damit ist für den Reisenden oft erst nach längerem Betrachten der Anzeigen ersichtlich, dass ein Zug Verspätung hat. Aus meiner Sicht sollten die essentiellen Informationen auf ersten Blick erkennbar sein. So könnte man die aktuelle Verspätung neben oder unter die geplante Abfahrtszeit schreiben. Einen Gleiswechsel könnte man mit roter Zahl darstellen, da ist die ursprüngliche Information nicht so wichtig.

Informationen zu fehlenden Wagen, Bordgastronomie, zur Wagenreihung etc. können dann weiterhin in einem von Informationen deutlich abgespecktem Laufband viel übersichtlicher dargestellt werden. Da es sich bei den Anzeigen um elektronische Displays handelt (und Änderungen demnach nicht so schwierig sein sollten), frage ich mich, warum solch wichtige Informationen wie Verspätungen oder Gleiswechsel weiterhin im Laufband gezeigt werden?

Die Antwort wurde von DB Bahn bestätigt

Guten Abend SimonB412, die Erfahrungen auch aus dem Medien zeigen, dass sogenannte Tickerzeilen die Aufmerksamkeit sichtlich erhöhen. Somit bekommen 'durchlaufende Informationen' eine weitaus höhere Gewichtung als statische Anzeigen. Mitunter - und da gebe ich Ihnen Recht - werden sehr viele Informationen in dieser Tickerzeile angezeigt. Jedoch sind diese immer und überall an ein und derselben Stelle platziert. So muss der Fahrgast nicht sehr lange suchen und findet alle relevanten Dinge gebündelt. Da die aktuellen Anzeigen nur 'schwarz' und weiß darstellen können ist eine farbliche Herforhebung z. Bsp. für einen Gleiswechsel nicht möglich. Im Zuge der gestarteten Qualitätsoffensive werden die Anzeigen schrittweise neu programmiert so dass mitunter auf einem doppelten Anzeiger nunmehr oben der aktuelle Zug zu sehen ist während darunter die folgenden zwei Züge Platz finden. Durch diese Neuoptimierung ist es umso wichtiger die Tickerzeile auch zukünftig beizubehalten.

Gruß, Tino!

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Hallo, ja so ist das immer mit der subjektiven Meinung. :-) ein Laufband empfinde ich als wesentlich auffälliger als einen statischen Text. Das es bei mehr Informationen zum Zug dauert bis man eine Verspätung sieht, ist richtig. Rote Zahlen sind nicht möglich, mehrfarbige LCD's gibt es bei der DB nicht! Wenn man die Verspätung unter der Zeit darstellen würde, hätte man für jeden Zug auf einer Abfahrtstafel in der Halle pro Zug 2 Zeilen, da wäre eher geringerer Nutzen. Auf den Anzeigern auf dem Bstg könnte das theoretisch klappen, allerdings würde dann dort z.B. Nur plump +30 stehen da dort nur ein paar Zeichen ä, um genau zu sein 5, also XX:XX ZUR Verfügung stehen.

Guten Abend SimonB412, die Erfahrungen auch aus dem Medien zeigen, dass sogenannte Tickerzeilen die Aufmerksamkeit sichtlich erhöhen. Somit bekommen 'durchlaufende Informationen' eine weitaus höhere Gewichtung als statische Anzeigen. Mitunter - und da gebe ich Ihnen Recht - werden sehr viele Informationen in dieser Tickerzeile angezeigt. Jedoch sind diese immer und überall an ein und derselben Stelle platziert. So muss der Fahrgast nicht sehr lange suchen und findet alle relevanten Dinge gebündelt. Da die aktuellen Anzeigen nur 'schwarz' und weiß darstellen können ist eine farbliche Herforhebung z. Bsp. für einen Gleiswechsel nicht möglich. Im Zuge der gestarteten Qualitätsoffensive werden die Anzeigen schrittweise neu programmiert so dass mitunter auf einem doppelten Anzeiger nunmehr oben der aktuelle Zug zu sehen ist während darunter die folgenden zwei Züge Platz finden. Durch diese Neuoptimierung ist es umso wichtiger die Tickerzeile auch zukünftig beizubehalten.

Gruß, Tino!

Ist denn geplant, die Displays auf Farbe upzugraden? Alternativ finde ich die Lösung in den Niederlanden gut (Farben umkehren): http://www.treinreiziger.nl/userfiles/image/artikel/600/C...

Bei Verspätung und Gleiswechsel könnte man ähnlich verfahren und es trotzdem noch im Laufband erwähnen, analog zu "Bitte die angezeigte geänderte Wagenreihung beachten".

Ich bleibe dabei, dass die wichtigen Infos auf ersten Blick erkennbar sein sollten. Denn, wenn man bei der jetzigen Situation am Bahnsteig steht und auf den Zug wartet und die Verspätung sich erhöht, kriegt man das nur mit, wenn man alle 5 Minuten wieder das ganze Band abwartet. Eine Änderung ist natürlich erstmal ungewohnt, aber das darf kein Grund gegen eine Änderung sein, denn dann gibt es gar keinen Fortschritt. Nach einer Gewöhnungsphase ist die neue Position dann auch vertraut.

Leo
Leo

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Auch mich nervt es, immer eine oder 2 Gendenkminuten auf das Laufband starren zu müssen, bis endlich die gewünschte Information mal ganz kurz vorbeigelaufen kommt. Alles Normale sollte m.E. NICHT ins Laufband, sondern ins normale Display.
Beispiel: Mich interessiert oft ob die BOB in München mit Verspätung ankommt (da die Abfahrtszeit bei zu später Ankunft leider oft erst sehr kurzfristig korrigiert wird). Dazu muss ich erst einmal eine ANKUNFTS-Anzeige suchen, wo dann steht: X:52 BOB 404711 Bayrischzell und dann das ellenlange Laufband „Dieser Zug endet hier. +++++ Dieser Zug führt auch einen Zugteil aus Lenggries und einen Zugteil aus Tergernsee. +++++++ Verspätung ca. 15 Min“ (Wie hat ein Unerfahrener die Chance, einen aus Lengries Kommenden vom Zug abzuholen, wenn er nicht glücklicherweise genau in den 5 Sekunden pro Minute hinschaut, in denen „Lenggries“ im Laufband zu lesen ist?)
Ich würde mir stattdessen wünschen: „X:52+15 BOB BayrZell/Lengr/TegSee“ Da würde ein kurzer Blick reichen, genau wie bei „ICE 4711/5711 Kass - A-C:Düssd/D-F:Hamb“ und bei umgekehrter Wagenreihung dann einfach: „ICE 5711/4711! Kass F-D!:Hamb/C-A!:Düsseld“. Ist nur der Hamburger Teil umgekehrt gereiht dann z.B.: „ICE 4711/5711 Kassel – A-C:Düsseld/F-D!:Hamb.
Statt ! natürlich auch gerne in ROTER Schrift auf dem Display.
Regelmäßige Reisende werden sich schnell an die abgekürzte Schreibweise gewöhnen, für Unerfahrernen könnte man den Laufband-Roman dann bitte aber noch erweitern: „WAGENSTANDANZEIGER BEACHTEN!“ (und dann bitte nicht mit großem Gepäck 5 Wagen entfernt einsteigen…) Statt auf dem Ticket den Sektor wie vor kurzem in einem Beitrag gewünscht kann man auch gerne auf der Reservierung einen Hinweis auf Wagenstandanzeiger vermerken, sogar gerne als kleinen Tutorial-Roman…
Ach ja: Die Wagenstandanzeiger sind in Frankreich schon seit vielen Jahren elektronisch und nicht aus Papier, und auch in Österreich stellt man um. (In der Schweiz haben sie wenigstens eine auffällige blaue Farbe.)
Als erste Maßnahme könnte man ja zunächst mal die Roman-Formulierung im Laufband etwas kürzen, also z.B. „Reihung anders“ statt „Dieser Zug verkehrt heute in umgekehrter Wagenreihung

Hallo Leo,

danke für Ihre Anregungen. Mag sein, dass man manchmal etwas länger auf das Laufband schauen muss, um dann alle gewünschten Informationen zu erhalten. Ehrlich gesagt, finde selbst ich, Ihren Vorschlag bzw. die Abkürzungen etwas verwirrend. Vielleicht aber auch nur gewöhnungsbedürftig. Wie Sie bereits hier selbst gelesen haben, kann dies bei unseren Displays auch nicht in roter Schrift angezeigt werden. Ihren Verbesserungsvorschlag zum Hinweis auf dem Reservierungsbeleg finde ich selbst persönlich sehr gut, nur entscheiden kann ich dies leider nicht. Zum elektronischen Wagenstandanzeiger: Durchaus gibt es hier schon die ersten Projekte. Die DB steht hier auch im engen Kontakt mit den anderen Bahnen. Wenn Sie einmal in Berlin sind und zwar im "Zukunftsbahnhof Berlin Südkreuz", dann können Sie sich den gerne einmal auf Gleis 3/4 anschauen. Alles in einem, nehme ich aber auch Ihre Anregungen gerne mit auf. /fi