Frage beantwortet

Totalausfall oder Teil-Ausfall BordBistro vor Abfahrt nicht durchsagbar?

Gerade wenn man morgens mit dem ICE oder IC fährt und erst nach Besteigen des Zuges merkt oder gesagt bekommt, dass es keinen Kaffee gibt oder gar das BordBistro bzw. -Restaurant total ausgefallen ist, stellt sich die Frage, warum nicht am Bahnsteig das schon durchgesagt werden kann, bevor der Zug einfährt. Dann hat der Passagier am Bahnhof meist noch die Möglichkeit was zu Essen oder zu Trinken zu kaufen. Warum geht das nicht? Mit der geänderten Wagenreihungen geht das doch auch (meistens). *-)
Im übrigen: Wieso nimmt die Bahn so mittel- bis langfristig in Kauf, das aufgrund dieser Unsicherheit sich eh fast jeder was vorher kauft und mitnimmt, so dass der Umsatz im Zug zurückgeht und dann sich ggf. der Bordgastro-Bereich gar nicht mehr lohnt? Oder ist das (wie bei Mehdorn mal) strategische Absicht?

torstenweyers
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Hallo torstenweyers, ein Ausfall der verschiedensten kundenrelevanten Komponenten (gesamter Wagen, WC, gastronomische Einrichtungen, etc.) ist für den Fahrgast ebenso ärgerlich wie für das Unternehmen. Sofern dieser Unstand von den zuständigen Werken an die Bereitstellungsleitung (BSL) übermittelt wurde, wird er in der Regel auch in die Systeme für die Kundenkommunikation eingespielt. In diesem Fall läuft auf den Anzeigen am Bahnsteigen in der sogenannten 'Tickerzeile' auch der entsprechende Hinweis. Ebenso sind die Kollegen von Station&Service bemüht die Kunden am Bahnsteig über den Qualitätsmangel zu informieren. Doch wieso klappt es nicht immer bzw. wird diese zusatzliche Info nicht immer kommuniziert? Klar ist, der Fehler muss natürlich bei der Bereitstellung entdeckt werden und dann sofort intern weitergegeben werden. Diese Kommunikation klappt leider nicht immer reibungslos. Des Weiteren treten gewisse Fehler erst nach der Bereitstellung des Zuges bzw. bei der Zugfahrt auf. Dann muss das Zugbegleitpersonal eingreifen. In erster Linie bemüht man sich stets um eine Analyse des Fehlers und versucht diesen auch zu beheben. Hierbei wird intern noch kein elektronischer Zugbericht (EZB) versendet. Erst wenn man alle Möglichkeiten zur Fehlerbehebung erfolglos abgearbeitet hat wird dies intern an die Verkehrsleitung (VL) kommuniziert. Diese pflegt wiederum diesen Qualitätsmangel in das ReisendenInformationsSystem (RIS) ein. Sie sehen also, es ist keine Absicht wenn mitunter Informationen nicht rechtzeitig in den entsprechenden Kanälen zur Verfügung stehen. Bitte haben Sie jedoch auch Verständnis, dass nicht jeder kleinste Ausfall kommuniziert wird. Eine defekte Kaffeemaschine bedarf noch keiner Info an die Kunden auch wenn dies sicherlich ärgerlich ist und der Kunde sich somit im Vorfeld sein Heißgetränk anderweitig erworben hätte.
Weiterhin gute Fahrt wünscht Tino!

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Hallo torstenweyers, ein Ausfall der verschiedensten kundenrelevanten Komponenten (gesamter Wagen, WC, gastronomische Einrichtungen, etc.) ist für den Fahrgast ebenso ärgerlich wie für das Unternehmen. Sofern dieser Unstand von den zuständigen Werken an die Bereitstellungsleitung (BSL) übermittelt wurde, wird er in der Regel auch in die Systeme für die Kundenkommunikation eingespielt. In diesem Fall läuft auf den Anzeigen am Bahnsteigen in der sogenannten 'Tickerzeile' auch der entsprechende Hinweis. Ebenso sind die Kollegen von Station&Service bemüht die Kunden am Bahnsteig über den Qualitätsmangel zu informieren. Doch wieso klappt es nicht immer bzw. wird diese zusatzliche Info nicht immer kommuniziert? Klar ist, der Fehler muss natürlich bei der Bereitstellung entdeckt werden und dann sofort intern weitergegeben werden. Diese Kommunikation klappt leider nicht immer reibungslos. Des Weiteren treten gewisse Fehler erst nach der Bereitstellung des Zuges bzw. bei der Zugfahrt auf. Dann muss das Zugbegleitpersonal eingreifen. In erster Linie bemüht man sich stets um eine Analyse des Fehlers und versucht diesen auch zu beheben. Hierbei wird intern noch kein elektronischer Zugbericht (EZB) versendet. Erst wenn man alle Möglichkeiten zur Fehlerbehebung erfolglos abgearbeitet hat wird dies intern an die Verkehrsleitung (VL) kommuniziert. Diese pflegt wiederum diesen Qualitätsmangel in das ReisendenInformationsSystem (RIS) ein. Sie sehen also, es ist keine Absicht wenn mitunter Informationen nicht rechtzeitig in den entsprechenden Kanälen zur Verfügung stehen. Bitte haben Sie jedoch auch Verständnis, dass nicht jeder kleinste Ausfall kommuniziert wird. Eine defekte Kaffeemaschine bedarf noch keiner Info an die Kunden auch wenn dies sicherlich ärgerlich ist und der Kunde sich somit im Vorfeld sein Heißgetränk anderweitig erworben hätte.
Weiterhin gute Fahrt wünscht Tino!

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Danke für die ausführliche Antwort. Leider legt Sie die Befürchtung nahe, dass die DBAG sich zu sehr mit Informationswegen und dem Einpflegen und Weitergeben von Störungen beschäftigt, also pragmatisch vorzugehen: Zum einen kann das Bordpersonal beim Einsteigen der Passagieren über die Lautsprecher im Zug kurz informieren, wenn z.B. das Bordbistro ausgefallen ist oder keine Spesen zur Verfügung stehen. Dann kann der Fahrgast noch wieder austeigen und einen späteren Zug nehmen. Zum anderen: Wie wäre es, einfach mal zwei Kaffeemaschinen einzubauen, so dass eine immer funktioniert, wenn die anderen den Dienst versagt!

Guten Morgen torstenweyers, wie ich bereits in meiner ersten Antwort geschrieben habe, klappen nicht alle Prozesse immer reibungslos. Jedoch lade ich Sie gerne einmal ein an solch einer Zugfahrt aus Sicht des Personals teilzunehmen. Glauben Sie mir es liegt uns sehr viel am Herzen unsere Kunden rechtzeitig und umfassend zu informieren. Jedoch haben bei der Bereitstellung betriebliche Aufgaben absoluten Vorrang. Wenn z. Bsp. ein InterCity bereitgestellt wird haben für mich das Führen der Wagenliste bzw. das Erstellen eines Bremszettels absolut höchste Priorität. Denn für mich steht eine sichere Zugfahrt klar im Vordergrund. Des Weiteren möchte ich Ihnen mitteilen dass jeder Zug mit Bordbistro oder Bordrestaurant bereits heute über zwei unabhängige Kaffeemaschinen verfügt. Diese kann jedoch beim Ausfall der Spezialitätenmaschine nur Filterkaffee produzieren jedoch ist es mir bisher nie vorgekommen dass beide Maschinen gleichzeitig den Geist aufgegeben haben. Zudem kostet die Anschaffung von weiteren Kaffeemaschinen Geld. Jedes Gerät kostet im Einkauf einen 5 stelligen Betrag. Dies ist bei der gesamten Fernverkehrsflotte in Bezug auf den geringen Ausfall nicht gerechtfertigt. Außerdem steht in jedem Wagen nur eine begrenzte Staumöglichkeit zur Verfügung. Auch hier würde man an ein Kapazitätsproblem stoßen.
Gruß, Tino!