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Warum ist auf manchen Verbindungen der Flexipreis mit IC Nutzung günstiger als selbiger mit reiner Nahverkehrsnutzung?

Normalerweise rechnet man ja preislich damit, dass die Flexipreise folgendermaßen geordnet sind: Nahverkehr ist günstiger als IC ist günstiger als ICE.
Mit meiner Frage bezieh ich mich z.B. auf die Strecke Erlangen - Ellwangen, für welche ein reines Nahverkehrsticket 27,70€ kostet, ein Ticket mit IC-Nutzung 26,50€. Auf beiden Verbindungen werden genau die selben Strecken befahren, nur dass man mit dem RE zwei mal umsteigen muss und es länger dauert als bei IC-Nutzung, wo man nur ein mal umsteigen muss.
Tauscht man die Bahnhöfe in der Umgebung aus, z.B. Crailsheim anstatt Ellwangen, oder Bubenreuth, Baiersdorf, Kersbach, Forchheim anstatt Erlangen taucht das selbe Phänomen auf, es scheint also kein Einzelfall zu sein.
Über Aufklärung würd ich mich sehr freun.

Felin
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Hallo Felin, im Nah- und Fernverkehr gibt es unterschiedliche Ansätze der Preisberechnung. Im Fernverkehr spielen neben der Produkt-/Wagenklasse und der Entfernung auch die Wettbewerbssituation und die Nachfrage eine Rolle.
Im Fernverkehr wird der Preis nach der Relation festgelegt, d. h. es gibt einen bestimmten Raum zwischen den Bahnhöfen. Innerhalb dieses Raumes können alle verkehrsüblichen Wege gefahren werden. Zu erkennen sind die Fahrtwege auf dem Ticket anhand der "via"-Angaben. Dadurch kann der Preis eben nicht alleine über die Entfernung bestimmt werden, wie es zum Beispiel im Nahverkehr üblich ist. Beste Grüße /ki